Packender Film

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»Matewan« - Bergarbeiterstreik in West Virginia 1920

Gnadenlose Ausbeutung durch die Grubenbesitzer, allseitige Abhängigkeit der Arbeiter und ihrer Familien, Unmenschlichkeit und Skrupellosigkeit - das ist das Gesicht das US-Kapitalismus nicht nur 1920 in den Kohleminen von West Virginia.

Von Christoph Gärtner

Doch Unterdrückung erzeugte zwangsläufig Widerstand in den West-Virginia-Kohlekriegen 1912 bis 1921. Die Kumpel beginnen einen todesmutigen Streik. Die Kapitalisten setzen Streikbrecher ein: Schwarze und neu hinzugezogene Italiener mit ihren Familien. Die Belegschaft ist zunächst gespalten.

 

Ein kämpferischer Schwarzer geht zur Streikversammlung der Weißen: „Dass ihr mich ’Nigger nennt‘, das muss ich akzeptieren – so seid ihr. Aber dass ihr mich ‚Streikbrecher‘ nennt, das ist eine Beleidigung. Die kann ich im Leben nicht akzeptieren.“ Joe wird von seiner Gewerkschaft als Hauptamtlicher ins Streikrevier geschickt: Ihm gelingt Beeindruckendes: die Einheit von Schwarzen, Weißen und Italienern gegen die Bergwerk-Kapitalisten zu schmieden.

 

Eine wichtige Rolle spielt die Auseinandersetzung um die Anwendung von Gewalt in gewerkschaftlichen Streiks. Joe warnt die Kumpels, nicht mit Gewalt auf die bewusste Provokation eines Spitzels hereinzufallen. Aber er lehnt Gewalt in einer revolutionären Situation nicht ab. Doch die brutalen und bewussten Provokationen durch eine von den Kapitalisten angeheuerte Privatdetektivanstalt führen zum historisch belegten dramatischen Finale des Filmes.

 

Unbedingt sehenswert! Der 1987 gedrehte Film wurde 2023 von der Library of Congress für das United States National Film Registry als »kulturell, historisch oder ästhetisch bedeutsam« ausgewählt.

 

Auszuleihen an Lesemitglieder der Willi-Dickhut-Bücherei; Bestellung – auch Fernleihe: info@willi-dickhut-museum.de

 

Hier kann man eine Lesemitgliedschaft in der Willi-Dickhut-Bücherei beantragen: https://www.willi-dickhut-museum.de/buecherei-gelsenkirchen/