Nachlese zum 26. September

Nachlese zum 26. September

„Man konnte das Gerüst nicht mehr berühren“

Danke für die Korrespondenz aus Freiburg vom DGB-Aktionstag.* Ich möchte ergänzend von einem wichtigen Redebeitrag dort berichten.

Korrespondenz aus Ravensburg

* Siehe hier: Sozialistische Jugendbewegung aktiv – vielfältige Diskussionen über Zukunftsperspektiven

 

Bei der Auftaktkundgebung sprach ein etwa 18-jähriger Zimmermann-Azubi: „In diesem Sommer war das Arbeiten unerträglich. An manchen Tagen konnte man das Gerüst nicht mehr berühren. Wir mussten um 6:00 Uhr anfangen, weil es mittags kaum noch ging. Dafür mussten wir oft länger bleiben. Es war Wahnsinn!“

 

Diese Rede hob sich ab von zum Teil sehr allgemeinen Beiträgen anderer DGB-Funktionäre und erhielt viel Applaus! Bei der Demo im Jugendblock ging ich am offenen Mikro darauf ein und rief auf, die Umweltfrage nicht aus dem Blick zu verlieren. Daraufhin ein lauter Sprechchor: System change – not climate change!

 

Man spürte: Die begonnene Umweltkatastrophe bewegt die Leute weiterhin. Sie sind oft dankbar, wenn die Umwelt zur Sprache kommt Zum Teil öffnet sich so auch der Blick über die Tagesforderungen und -politik hinaus. Dem gegenüber wurde die Umweltarbeit der MLPD am Aktionstag – in Freiburg und nach den Berichten zu urteilen, auch bundesweit – relativ schwach verwirklicht.