Mitglied in der MLPD werden

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"Wie soll ich das zeitlich schaffen?"

"Ihr habt ja Recht und ich finde euren Einsatz gut. Aber dafür habe ich nicht die nötige Zeit". Das hören wir oft, wenn wir von der MLPD Menschen auf eine organisierte Mitarbeit ansprechen.

Korrespondenz

Unser Alltagsleben wird tatsächlich immer belastender. Wie oft wird gefordert, Arbeitstage oder Schichten zu wechseln oder Überstunden zu machen, weil Leute fehlen, die abgebaut wurden. Und da will die Regierung die 40-Stundenwoche als Regelarbeitszeit abschaffen.

 

4,7 Millionen Menschen, mehr als das Doppelte als in 2005, müssen einen Zweitjob annehmen, weil sie mit dem Einkommen aus einem Job nicht klar kommen. Das trifft vor allem junge Familien. Der Anteil von Müttern mit Kindern unter 3 Jahren, die arbeiten, ist von 28,4 Prozent im Jahr 2005 auf 40,4 Prozent gestiegen. Das ist eine Belastung der ganzen Familie.

 

Stundenlang sitzt man am Computer und kämpft sich durch Formulare. Früher haben das Angestellte in Ämtern oder bei Firmen gemacht. Krankenhäuser nehmen wie selbstverständlich die Angehörigen in die Pflicht, wenn Menschen nach Operationen zu früh entlassen werden. Unpünktliche Bahnen und Verkehrschaos kosten uns immer mehr Zeit. Die Aufzählung könnte man lange fortführen. Unser ganzes Leben wird praktisch 24 Stunden am Tag dem Profitinteresse geopfert. 

 

Die Entscheidung für die Organisierung in der MLPD finden gerade deshalb viele richtig - aber ist da gerade für Arbeiter und Arbeiterinnen kein leichter Schritt. Das heißt aktiv mitzumachen, sich zu bilden. Wir kämpfen für eine andere Gesellschaft, den Sozialismus, wo der technische Fortschritt genutzt werden kann, um unser ganzes Leben sinnvoll gestalten zu können. Das ist eine große Zukunftsaufgabe.

 

Vor allen Dingen aber ist es eine positive Lebenseinstellung, anstatt sich nur abzurackern, um alles irgendwie in den Griff zu bekommen. Organisiert ist man nicht einfach allem ausgeliefert. Man kann sich beraten, wie man sich gemeinsam gegen den wachsenden Druck im Betrieb oder Behördenschikanen wehrt. Man kann gegenseitige Hilfe organisieren. Jeder ist wichtig.

 

Dabei ist klar, dass jeder unterschiedliche Möglichkeiten hat und die werden berücksichtigt; es hat nicht jeder gleich viel Zeit und es muss auch nicht jeder gleich viel Zeit einbringen.  Wie der Einzelne entsprechend seiner Fähigkeiten und Möglichkeiten an dem gemeinsamen Ziel teilnehmen kann, muss man individuell klären. Bestimmte Dinge macht jedes Mitglied: Alle zwei Wochen nimmt man an der Gruppensitzung teil und man beteiligt sich in einer dann konkret vereinbarten Form an der Kleinarbeit. Wer bestimmte Aufgaben übernimmt oder sich in Funktionen wählen lässt, der setzt dann natürlich mehr Zeit ein. In jedem Fall gilt: Gemeinsam finden wir Lösungen.