Stuttgart

Stuttgart

Demo gegen Hochrüstung, Kriegswirtschaft und Wehrpflicht

Mehrere tausend Menschen demonstrierten gestern in Stuttgart für Frieden, gegen Hochrüstung der Bundeswehr, Kriegswirtschaft, Wehrpflicht und Militarisierung.

Von der Landesleitung Baden-Württemberg der MLPD

Es war eine bunte Zusammensetzung aus Friedensinitiativen aus Süddeutschland, Gewerkschafter, Organisationen mit revolutionärem Anspruch, Internationaler Solidarität, Migrantenorganisationen, Parteien und Jugendverbänden, Einzelpersonen, die ihre Forderungen auf die Strasse trugen.

 

Die Statements der Sprecherin der Schülerstreiks gegen Wehrpflicht und des Industriepfarrers Paul Schobel waren kämpferisch und klagten den Kapitalismus an. Der REBELL Stuttgart beteiligte sich am Jugendblock und organisierte praktische Palästina-Solidarität mit Verkauf von Kunsthandwerk.Die MLP D beteiligte sich mit einer Delegation an der Kundgebung und Demonstration, gewann dort auch neue Interessenten für MLPD und REBELL, verkaufte das Rote-Fahne Magazin und das Buch "Die Lehre vom der Denkweise."
Sie hat ihre Kräfte in den letzten Wochen auf die Förderung der Arbeiteroffensive im Automobilzentrum in und um Stuttgart konzentriert.

 

Die MLPD Baden-Württemberg hat dieses Jahr den Aufruf nicht unterzeichnet, weil er keine klare antifaschistische Grundlage formuliert hat und zunächst Sevim Dagdelem vom Parteivorstand des BSW bei der Auftaktkundgebung sprechen sollte. Dies wurde auch von anderen bisherigen Unterstützern kritisiert, weil sich die Führung des BSW als Steigbügelhalter der AfD betätigt. Vermutlich als Reaktion auf diese Kritik wurde Sevim Dagdelem auf die Abschlusskundgebung gelegt. Bei ihrer Rede gab es heftige Proteste von jungen Antifaschisten, was kurzzeitig zu einem Polizeieinsatz führte. Die Kundgebung stand kurz vor einem Abbruch.

 

In vielen Gesprächen wurde das Anliegen einer klaren antifaschistischen Grundlage geteilt. Zugleich zeigte sich, dass darum gerungen und ein Kampf um die Denkweise geführt werden muss. So überzeugten Genossen Teilnehmer, Fahnen mit nationalistischem Charakter (Deutschland und Iran) einzupacken.