Arbeiterkampf
Als Leiharbeiter/in streiken?
Belegbare Zahlen, wie viele als Leiharbeiterin oder Leiharbeiter bei Mercedes-Benz arbeiten, gibt es nicht.
Als offizielle Richtlinie galt über eine Gesamtbetriebsvereinbarung bisher eine Acht-Prozent-Quote. Diese wurde in Untertürkheim, Bremen und auch Düsseldorf immer wieder überschritten.
Aktuell wird diese Regelung nun offiziell auf bis zu 15 Prozent ausgedehnt.
Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter kommen krank zur Arbeit aus Angst, „abgemeldet“ zu werden. Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter wehren sich nicht aus Angst, „abgemeldet“ zu werden. Wieso Angst? Immer wieder hört man: „Ich bin Leiharbeiter. Ich darf nicht streiken.“
Natürlich ist das Risiko, zu kämpfen, bei Leiharbeitenden größer. Aber:
15 Prozent – das ist jede/r Sechste. An manchen Bändern machen Leiharbeiter mehr als die Hälfte der Belegschaft aus. Fehlen sie, stehen diese Bänder still.
Nur wer kämpft, kann gewinnen. Zu oft schon wurden Leiharbeiter einfach entlassen, auch kurz vor Weihnachten oder der Sommerpause.
Der Kampf für Festeinstellung ist ein gemeinsamer Kampf – die niedrigeren Löhne für Leiharbeit wirken als Lohndrückerei auf alle zurück. Oft sind Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter in ihren Gruppen verankert. Am 21. September gab es mehrere Meister, die einverstanden waren, wenn sich die Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter an den Aktionen und Streiks beteiligt haben.
Festeinstellung aller Leiharbeiter!
Weg mit dem Sonderkündigungsrecht für Leiharbeiter!
Organisiertheit ist Trumpf – in der IG Metall, in den Betriebsgruppen der MLPD!