Waffenmesse Eudex in Essen

Waffenmesse Eudex in Essen

"Sonderkonjunktur" mit Krieg?

In der Ruhrgebietsstadt Essen findet am Samstag, den 26.9.2026, die zentrale Demonstration in NRW statt. Gleichzeitig sind hier auch die NATO-Tagung JAPCC, die Rüstungsmesse EUDEX und die Sicherheitsmesse Security Essen.

Korrespondenz

Die NRW-Landwirtschaftsministerin Mona Neubaur jubelt: Das zeige, "wozu unser Land fähig ist– von Drohnenabwehr bis Cybersicherheit. Essen wird diese Woche zum europäischen Treffpunkt der Verteidigungsindustrie – und das ist kein Zufall. Unser Industrieland kann nicht nur Stahl und Maschinenbau, sondern auch die Sicherheitstechnologie von morgen“¹. Sollen die tausenden Industriearbeiter, die monatlich in NRW ihren Arbeitsplatz verlieren, auf diese "Zukunftstechnologie" hoffen?

 

Verräterisch redet die WAZ dazu von "der durch Putins Krieg gegen die Ukraine ausgelösten Sonderkonjunktur."¹ Sollen wir Putin für diese "Sonderkonjunktur" noch dankbar sein? Das Geschäft der Rüstungsindustrie ist Krieg. Ein Tag im sich gefährlich zuspitzenden Krieg kostet die ukrainische Regierung 190 Millionen Dollar. Dazu kommen die Waffenlieferungen aus Ländern wie der BRD, die in den letzten 4 Jahren Waffen für 30 Milliarden Dollar aus Steuergeldern an die Ukraine geliefert hat. Außenminister Wadepuhl mahnte jetzt die ukrainische Regierung zu mehr Bestellungen: "Es muss naturgemäß so sein, dass die deutsche Verteidigungsindustrie davon profitiert" und betont: "Wir haben interessante Start-ups, zum Beispiel im Drohnenbereich. Wir lernen als Deutsche sehr von der Kriegsführung dort".²

 

Krieg ist kein normales Geschäft. Arbeiter wollen nicht für Krieg und Tod produzieren. Der hohe Profit bei der Rüstung wird vom Staat garantiert. Das Geld dafür wird uns mit Kürzungen bei sozialen Rechten zwangsweise abgezogen. Der Protest gegen Krieg und Aufrüstung gehört am Samstag auf die Demonstration in Essen. Jeder Kriegsgegner muss hier dabei sein.