Gewinnwarnung bei VW
VW: Was zählt ist 9 Prozent Rendite
Am letzten Freitag, den 18.9.2026, hat der Vorstand von VW seine Gewinnerwartung für dieses Jahr auf 1 Prozent operativer Umsatzrendite reduziert. Die Aktienkurse sanken. Das von Oliver Blume vorgegebene Ziel von 9 Prozent operativer Rendite scheint damit in weiter Ferne.
Der VW-Konzern hat selbst bei Rekordgewinnen in den letzten Jahren knapp 8 Prozent erreicht. Eine so gewaltige Profitsteigerung, gemessen am Umsatz, muss gnadenlos aus den Arbeitern herausgepresst werden, da eine Umsatzsteigerung nicht zu erwarten ist.
Werden hier schon wieder neue Angriffe auf die Belegschaften eingeleitet? Bei Porsche wird vom zusätzlichen Abbau von 4.100 Arbeitsplätzen gesprochen. Ein Grund mehr, am heutigen Montag zu streiken und auf die Straße zu gehen.
Wie kommt der Vorstand zu einem solchen Ziel von 9 Prozent Umsatzrendite, nach der 100.000 Arbeitsplätze und ganze Werke vernichtet werden sollen, weil sie dem nicht entsprechen? Der VW-Spitzenmanager Rolf Woller erklärt zu diesem Ziel: "Das Ziel lässt sich aus zwei Perspektiven herleiten: Aus dem Renditeanspruch unserer Kapitalgeber und dem Wettbewerbsvergleich." Die Perspektive der VW-Arbeiter spielt für die VW-Bosse keine Rolle. Es geht um Maximalprofit, um im Konkurrenzkampf die Nase vorne zu haben.
Das Ziel unseres Kampfes leitet sich ab aus der Zukunftsperspektive von uns und unseren Familien, von allen Menschen, die im Umfeld der großen Werke leben. Das muss gegen die Profitinteressen durchgesetzt werden.