Herne
Vonovia auf Kriegskurs
Vonovia, Deutschlands größter privater Wohnungskonzern, ist ein Super-Ausbeuter der Mieter. 2025 besaß er rund 531.000 eigene Wohnungen. Der bilanzielle Konzerngewinn lag bei 4,19 Milliarden Euro. Allein 1,06 Milliarden wurden als Dividende ausgezahlt: rund 166 Euro pro Wohnung und Monat.
Die Mieter zahlen das mit steigenden Mieten, Modernisierungsumlagen, Instandhaltungsstau und den berüchtigten „Super-Rauchmeldern“, die Zusatzkosten und Überwachung bringen.
Jetzt sucht derselbe Konzern eine neue Quelle für Maximalprofit: die Kriegsvorbereitung der Regierung.
Chef Luka Mucic hat am 24. September erklärt, Vonovia stehe bereit, Soldatenwohnungen zu bauen und zu betreiben: serieller Neubau, Vermietung an Bundeswehrangehörige und Familien. Der „Dialog mit der militärischen Ebene“ sei geführt, jetzt liege es am Verteidigungsministerium. Schon Vorgänger Rolf Buch bot Vonovia als Betreiber neuer „Soldatensiedlungen“ an und sprach von „Werkswohnungsbau 2.0“. Die Bundeswehr soll auf mindestens 260.000 Soldaten wachsen. Dafür braucht es Unterkünfte – und Vonovia will voll dabei sein.
Gleichzeitig werden zivile Wohnprojekte auf ehemaligen Kasernenflächen gestoppt: Vorfahrt für die Bundeswehr, Nachrang für die Wohnungsnot.
Dagegen steht beides zusammen: der Kampf gegen die Ausbeutung der Mieter und der Kampf gegen den Kriegskurs. Keine Soldatensiedlungen als neues Geschäftsmodell von Vonovia. Bezahlbarer Wohnraum auf Kosten der Konzernprofite – nicht Aufrüstung auf Kosten der Lebensverhältnisse der Massen.