Mali/Afrika
Streikankündigung auf einem der weltgrößten Gold-Bergwerke
Auf einem der weltgrößten Goldbergwerke in Mali kündigen drei Gewerkschaften koordiniert ab Ende September einen Streik an. Es ist das Loulo-Gounkoto Bergwerk im Südwesten Malis unweit der Grenze zu Senegal.
Dort wird sowohl im Tagebau als auch Unter Tage Gold abgebaut. Das Bergwerk gehört zu 80 Prozent dem zweitgrößten Goldbergbaukonzern der Welt – Barrick Gold mit Sitz in Toronto, Kanada, die anderen 20 Prozent gehören dem Staat Mali.
Beschäftigt sind dort 8 100 Bergleute, davon 2 900 als Stammbelegschaft, 5 200 als sogenannte Contract-Arbeiter. Ihre Forderungen sind Lohnerhöhungen, die Auszahlung bisher vorenthaltener Löhne und andere soziale Verbesserungen.
Von den weltweiten Börsen- und Aktienspekulanten wird als besonders besorgniserregend angesehen, dass sich drei Gewerkschaften auf eine koordinierte Streikankündigung geeinigt haben. Darüber hinaus macht ihnen die Zunahme von Streiks im Bergbau Westafrikas viel Sorge, zuletzt auf der weltgrößten Eisenerzmine im benachbarten Guinea - Simandou - nur rund 400 Kilometer von Loulo-Gounkoto entfernt. (rf-news berichtete am 7.5.2026)
Besondere Brisanz erhält diese Streikankündigung durch die internationale Lage in Mali: Die französischen Truppen und die deutschen Bundeswehreinheiten, die unter dem Vorwand der „Friedenssicherung“ in diesem rohstoffreichen Land stationiert waren, wurden im Jahr 2024 aus dem Land geworfen. Heute wird das Land von islamistischen Banden (JNIM) terrorisiert, zugleich will das imperialistische Russland mit Hilfe des bewaffneten „Africa Corps“, dem Nachfolger der sogenannten Wagner Truppe, seinen Einfluss sichern.