Nein zur Ausbeutungsoffensive von Monopolen und Regierung

Nein zur Ausbeutungsoffensive von Monopolen und Regierung

Provokation: Mercedes steigert die Erpressung

Seit Wochen spielen die Mercedes-Bosse den Vorreiter zur Verschärfung der Ausbeutung durch Verlängerung der Wochenarbeitszeit. Kürzlich wurde Produktionschef Michael Schiebe auf der Betriebsversammlung in Sindelfingen konkreter.

Von mas
Provokation: Mercedes steigert die Erpressung

Erst heuchelt er: „Es ist unser klares Ziel, alle deutschen Standorte zu erhalten“¹. Um dann unter dem Vorwand frühzeitiger und transparenter Information die Belegschaften zu längerer Arbeitszeit bei gleichem Lohn zu erpressen: „Gelingt uns dies nicht, werden ein deutsches Aufbauwerk sowie ein deutsches Powertrainwerk schließen müssen.“ Diese Drohung zielt auf die Werke in Sindelfingen, Rastatt, Bremen, Untertürkheim, Berlin und Hamburg.

 

Bei einem Lohnanteil von 10,7 Prozent am Umsatz bei Mercedes² wird deutlich: Die Behauptung von 70 Prozent niedrigeren Personalkosten im ungarischen Werk Kecskemet ist ein aufgeblasener Popanz, der vom Kern ablenken soll. Karl Marx hat nachgewiesen, dass das Mehrprodukt³, das der Arbeiter im Produktionsprozess erarbeitet, in zwei Teile zerfällt: in Lohn und Mehrwert. Das heißt, jeder Cent Lohn drückt den Mehrwert und damit den Profit und umgekehrt.

 

Die Erpressung mit der Wiedereinführung der 40-Stunden-Woche oder (jetzt nur noch) 38-Stunden-Woche ist nichts anderes als ein erbärmlicher Versuch, mit der Drohung von Werkschließungen die Belegschaften gegeneinander auszuspielen, um den Profit – 2025 immerhin 7,6 Milliarden Euro – auf Kosten der Löhne zu steigern.