Israel
"Kohlenauge" packt aus
"Wer weiß, was da noch alles rauskommt!" - Das fragen sich und uns nach den Enthüllungen darüber, was Netanjahu im Vorfeld des 7. Oktober 2023 wirklich wusste.
Rote Fahne News berichtete mehrfach.
Gestern ließ der frühere offizielle Palästinenservertreter Sufian Abu Zaida, der in den Gesprächen zwischen der Hamas und Israel vermittelte, verlautbaren, dass vor dem 7. Oktober 2023 beide Seiten kurz vor der Unterzeichnung einer Vereinbarung gewesen seien. Die Gespräche hätten nichts mit Überraschungsangriff zu tun gehabt.
An den Gesprächen, über die die israelische Tageszeitung Haaretz schon Anfang des Monats berichtete, waren das Hamas-Politbüromitglied Ghasi Hamad und Abu Zaida beteiligt. Dieser wurde aus Sicherheitsgründen „Kohlen-Augen“ („Coal Eyes“) genannt. Er war von Israel beauftragt und galt als vertrauenswürdige Person, die von der Hamas und dem israelischen Geheimdienst gleichermaßen akzeptiert wurde.
Seine Aufgabe war es, Botschaften beider Seiten zu überbringen, um nicht den Anschein zu erwecken, dass es direkte Kontakte beider Seiten gebe. Im Interview mit einem ägyptischen Fernsehsender sagte er, dass er drei Wochen vor dem 7. Oktober eine Botschaft von Yahya Sinwar (Ex-Hamasführer) an Israel und die Antwort überbracht habe. Wie Haarez letzte Woche berichtete, trafen sie sich Ende September 2023 und Sinwar beauftragte Zaida, Israel auszurichten, dass es ein Erdbeben erwarte, wenn es weiter die Verhandlungen blockiere (keep stalling).
Letzterer war erschüttert, und beschloss, das einem Freund zu berichten. Dieser Freund ist Palästinenser und enger Berater des Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate. So ging diese Information an den VAE-Präsidenten, der Netanjahu telefonisch informierte und warnte: Die Hamas bereite eine Offensive gegen Israel vor. Netanjahu streitet alles ab.
Bald jährt sich der 7. Oktober 2023 und für Netanjahu wird es eng.