Tipps und Tricks
Gute Fotos und Videos von Kundgebungen und Demonstrationen – so geht’s
Eine Kundgebung oder Demonstration ist gut besucht – auf dem Foto sieht es hinterher aber aus, als wären kaum Leute da. Oder ein gutes Bild kommt so stark komprimiert an, dass es kaum noch verwendet werden kann. Mit ein paar einfachen Regeln lässt sich das vermeiden.
Eine Profi-Kamera braucht man dafür nicht – ein Smartphone reicht meistens völlig aus. Bitte beachtet aber, wenn ihr mit Smartphone fotografiert, dass diese Bilder automatische öffentlich sind – also darauf achten, wer im Bild ist. Für die aktuelle Berichterstattung ist das Smartphone unschlagbar, weil die Bilder sofort verschickt werden können. Wer kann sollte zweigleisig fahren: also zusätzlich mit einer Kamera fotografieren.
1. Ran ans Geschehen!
Einer der häufigsten Fehler: Die Kundgebung findet auf der einen Straßenseite statt – fotografiert wird von der anderen. Dadurch entstehen große leere Flächen im Vordergrund und selbst eine gut besuchte Aktion wirkt klein und verloren.
Deshalb: Geh ran!
Such einen Standort, von dem aus die Menschen das Bild tatsächlich ausfüllen. Natürlich ist auch ein Übersichtsbild wichtig – aber dafür muss man nicht unbedingt 50 Meter entfernt stehen.
Faustregel: Wenn die Hälfte des Bildes aus leerem Asphalt, Himmel oder Hauswand besteht, lohnt sich meistens ein anderer Standort.
2. Unterschiedliche Fotos machen
Für einen Bericht sind verschiedene Aufnahmen hilfreich:
- Übersicht: Wie groß ist die Aktion? Was passiert?
- Mittlere Aufnahme: eine Gruppe, ein Transparent oder eine Bühne
- Nahaufnahme: Menschen, Schilder oder interessante Details, Gespräche, Gesichter
- wenn möglich Hochformat und Querformat
Nicht zwanzig Mal dasselbe Motiv aufnehmen – lieber unterschiedliche Perspektiven ausprobieren.
3. Menschen von vorne fotografieren – und ruhig mit ihnen sprechen
Wenn möglich, fotografiert Menschen von vorne oder schräg von vorne statt nur ihre Hinterköpfe.
Bei Demonstrationszügen kann man zum Beispiel ein Stück vorausgehen und die Demonstration auf die Kamera zukommen lassen.
Und: Sprecht mit den Menschen. Man kann ihnen zuwinken, damit sie zurückwinken oder in die Kamera schauen. Man kann eine Gruppe auch fragen: „Stellt euch doch mal kurz zusammen, ich würde gerne ein Foto von euch machen.“
Natürlich ist das freiwillig. Aber viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer wollen selbst, dass von ihrer Aktion gute und lebendige Bilder entstehen.
4. Kurz aufs Licht achten
Vermeidet nach Möglichkeit starkes Gegenlicht – oft reicht es schon, den eigenen Standort ein paar Schritte zu verändern.
5. Mit Zoom bewusst umgehen
Starkes digitales Heranzoomen verschlechtert häufig die Qualität. Wenn möglich, ist es deshalb besser, näher heranzugehen.
Ein zwei- oder dreifacher Zoom kann bei modernen Smartphones aber durchaus gut funktionieren. Manche Geräte wechseln dabei sogar auf eine eigene Telekamera. Entscheidend ist also nicht grundsätzlich „nie zoomen“, sondern: Keine extremen Zoomstufen verwenden und darauf achten, ob das Bild noch scharf und detailreich aussieht.
6. Wichtige Motive ruhig noch einmal aufnehmen
Wenn Zeit ist, kann man ein wichtiges Motiv ruhig ein zweites Mal aus einer anderen Perspektive oder zusätzlich im Hoch- bzw. Querformat aufnehmen. Bei Bildern die mehr Portraitcharakter haben, wie Gesprächsszenen, mehrere Aufnahmen machen und dann nur die beste aufheben. Oft hat einer der Fotografierten gerade die Augen zu ...
Fotos und Videos in voller Qualität verschicken
Bitte die Originaldateien übertragen. Dafür eignet sich zum Beispiel der kostenlose Dienst SwissTransfer.
So geht’s mit SwissTransfer
Der Ablauf ist auf Smartphone und Computer fast gleich:
- SwissTransfer öffnen
Im Browser auf www.swisstransfer.com gehen. - Dateien hinzufügen
Auf das Pluszeichen (+) tippen bzw. klicken, auswählen, ob du Dateien oder einen ganzen Ordner mit den Dateien anhängen willst und die gewünschten - Fotos und Videos auswählen.
- „E-Mail“ auswählen
Dann bekommt der Empfänger den Link zum Download direkt zugeschickt. - E-Mail-Adressen eintragen
Bei "die Dateien senden an" rotefahne@mlpd.de eingeben und die eigene E-Mail-Adresse. Bitte bei "Nachricht hinzufügen“ unbedingt möglichst exakte Angaben zu Ort, Betrieb, Anlass mit Datum und ggf Uhrzeit angeben (siehe dazu auch unten) und auf Senden klicken.
Man bekommt einen Bestätigungscode per E-Mail zugeschickt, den man bei SwissTransfer einträgt. - Übertragung starten
Die Dateien werden hochgeladen. Du kannst zuschauen und warten, bis der Vorgang vollständig abgeschlossen ist.
Wichtig: Nicht die bereits über WhatsApp verschickten Bilder hochladen, sondern die Originaldateien direkt vom Smartphone oder von der Kamera.
Bitte nicht vergessen: Informationen dazuschreiben!
Zu den Bildern oder Videos brauchen wir außerdem kurz:
- Was? Was für eine Aktion war das?
- Wo? In welcher Stadt und an welchem Ort?
- Wann? Datum und gegebenenfalls Uhrzeit
- Wer? Wer hat die Aktion organisiert bzw. wer ist zu sehen?
- Wie viele? Wenn bekannt: ungefähr wie viele Menschen waren beteiligt?
Ein paar Stichpunkte reichen völlig.
Zum Beispiel:
Köln, 24. September 2026 – Kundgebung Internationalistisches Bündnis gegen Kriegsgefahr vor dem Hauptbahnhof mit etwa 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.
Wenn es bereits einen kurzen Bericht zur Aktion gibt, schickt ihn am besten gleich als gesonderte Mail mit der Info, dass die Bilder/Videos mit Swisstransfer geschickt wurden.