Großer Aktions- und Streiktag der IG Metall

Großer Aktions- und Streiktag der IG Metall

Düsseldorf: Kämpferische Arbeiterdemonstration - Das war etwas Neues!

Auch in Düsseldorf fand heute eine außerordentlich kämpferische Arbeiterdemonstration statt. Es war etwas Neues und ging auf die Stimmung der Arbeiterinnen und Arbeiter gegen symbolische Aktionen zurück.

Korrespondenz
Düsseldorf: Kämpferische Arbeiterdemonstration - Das war etwas Neues!
(rf-foto)

Mindestens 1000 Arbeiter beteiligten sich in kämpferischer und optimistischer Stimmung. Immer wieder wurde der Stolz darauf betont, dass man heute gemeinsam mit Arbeitern in über 200 Städten kämpft. Kämpferische Kollegen moderierten die Demonstration mit Kurzreden, Argumenten und Parolen. Die Vorsitzende der MLPD, Gabi Fechtner, die zur Unterstützung des Kampf nach Düsseldorf gekommen war, konnte in einem Grußwort die Solidarität überbringen und die Positionen der MLPD zum derzeitigen Generalangriff von Regierung und Monopolen einbringen.


Die MLPD ist im Mercedes-Werk in Düsseldorf sehr bekannt und viele Kollegen sehen sie als ihre Partei. Eine ganze Reihe Kolleginnen und Kollegen trugen sich heute als Mitglied oder für engere Zusammenarbeit ein. Es ist die Zeit, wo die Arbeiter in die Offensive, aber auch in die Politik müssen. Es wurde deutlich, dass sich viele Arbeiter tiefgehende Gedanken machen, wo läuft das Ganze hin, die bereiten doch allen Ernstes einen großen Krieg vor, sagte ein Arbeiter. Wir brauchen eine Arbeiterpartei, die SPD ist es nicht mehr und die AfD wird es nicht sein, so ein anderer.


Kämpferische Parolen und Reden und Halei-tanz sorgten für eine tolle Stimmung des Zusammenhaltes. Eine teilweise polarisierte Diskussion gab es darum, wie es weitergeht. Etwa ein Drittel der Arbeiter war der Meinung, dass man weiter in die Stadt gehen müsste und heute kein Band mehr laufen sollte. Hier gab es Sorgen von Verantwortlichen IG-Metall-Mitgliedern, ob man damit Kollegen gefährdet. Wirkungsvoll waren in den letzten Jahrzehnten aber die Streiks wie 2004 bei Opel oder der Bergleute 1997, wo geschlossen und mit großer Wirkung über mehrere Tage gestreikt wurde. Sogar länderübergreifende Solidaritätsstreiks und Aktivitäten wurden organisiert oder wie durch die Bergleute Autobahnen und Wasserstraßen besetzt wurden. Das sind die Streiks, die 10000 Arbeitsplätze gerettet haben. Und damals traute sich keine Polizei, kein Werkschutz oder Politiker, auch nur einen Arbeiter anzuzeigen.


Die Entschlossenheit und Geschlossenheit der Arbeiterklasse und die Solidarität ist der beste Schutz. Die heutige Streikaktion war eine gute Übung, aber es muss noch mehr geübt und die Organisiertheit in den Betriebsgruppen der MLPD gesteigert werden, damit auch die Mercedes-Arbeiter in Düsseldorf ihre Interessen noch besser zum Ausdruck bringen können. Die Zeiten machen es dringend nötig: Die 40 Stunden Woche ohne Lohnausgleich hieße 12% Lohneinbußen für die Arbeiter und ihre Familien, der geplante Kahlschlag würde auch hier ganze Schichten oder tausende Arbeitsplätze kosten. Die Arbeiteroffensive muss und wird kommen! Das wurde heute ohne Zweifel deutlich!


Es wurde von den meisten nicht ausgestempelt, wie es auch vorgeschlagen wurde. Das war also eine Streikaktion!