Internationaler Hafenarbeitererfahrungsaustausch

Internationaler Hafenarbeitererfahrungsaustausch

Hafenarbeiter arbeiten nicht für den Krieg!

Der Internationale Hafenarbeitererfahrungsaustausch ruft auf:

Imperialistische Kriege weiten sich weiter aus. Die Weltordnung gerät aus den Fugen, und fast alle imperialistischen Länder sind direkt oder indirekt an Kriegshandlungen verwickelt. Israel, die USA, die NATO, Russland und China verschärfen diese Konflikte. Weltweit werden drastische Kürzungsprogramme gefahren, um gleichzeitig die Aufrüstung zu finanzieren. Die EU-Pläne sehen 418 Mrd. (75 Prozent mehr seit 2021) für Großkonzerne, Waffen und militärische Mittel vor. Gleichzeitig soll kein Geld für Löhne und das Gesundheitssystem da sein. Dagegen formieren sich Proteste und Streiks. Die niederländischen Hafenarbeiter streikten am Freitag, 4. September, acht Std. gegen die Regierung, was mit dem gleichzeitig andauernden Warnstreik (48 Stunden) in der Lohntarifrunde Seehäfen in Deutschland praktisch zu einem internationalen Aktionstag wurde. In den norddeutschen Seehäfen kämpfen die Hafenarbeiter für spürbar höhere Löhne. In Italien kämpfen sie gegen politische Entlassungen, und in Griechenland kämpfen die Gewerkschaften für den Schutz der Seeleute in Kriegsgebieten.

 

Die Häfen sind nicht nur von enormer wirtschaftlicher Bedeutung. Für die Kriege der Imperialisten haben die Hafen-, Werftarbeiter und Seeleute eine zunehmende Bedeutung gewonnen. Häfen sind zentrale Umschlagsplätze für Waffen, Ersatzteile für Waffensysteme und Munition, die über die Meere zu den jeweiligen Einsatzgebieten und Staaten transportiert werden. Ebenso findet ein Teil der Truppentransporte über See und durch die Häfen statt. Wir wissen alle, wie nervös die Weltwirtschaft wird, wenn die Hafenarbeiter in den Streik treten. Weil ihre Kampfmaßnahmen nicht nur die Achillesferse der Wirtschaft der internationalen Monopole treffen, sondern auch ihre militärische Logistik und Rüstungsproduktion empfindlich stören können, verschärft sich der Richtungskampf darum, auf welche Seite sie sich stellen.

 

Viele Kollegen machen sich Sorgen um die Zukunft, Sorgen, dass sie durch die Militarisierung zunehmend zur Zielscheibe werden. Sie machen sich Sorgen um ihre Kinder, die wieder an die Front geschickt werden sollen!

In dieser Situation ist es bedeutend, dass Kämpfe international koordiniert werden.

Die Gewerkschaften ENEDEP (Griechenland), PENEN (Griechenland), LAB (Baskenland), Liman-Is (Türkei), ODT (Marokko), USB (Italien), CGT Ports and Docks (Frankreich) und ORSA Porti (Italien) rufen für Freitag, 30. Oktober, zu einem Internationalen Aktionstag der Hafenarbeiter auf: „Gegen Krieg und Militarisierung – Keine Deregulierung! ... Häfen für den Frieden. Jobs mit Würde.“

 

Wir schließen uns den Forderungen des Aufrufs an: „Sofortiges Ende des Völkermords am palästinensischen Volk und die Anerkennung eines unabhängigen palästinensischen Staates“. Für „ein Ende der US-israelischen Angriffskriege in Westasien und gegen den Iran und volle Solidarität mit den Völkern Kubas, Venezuelas und Sudans“.

Wir fordern: ausreichenden Arbeitsschutz, höhere Löhne ...

Der sinnvolle technische Fortschritt der Automatisierung muss den Hafenarbeitern und Seeleuten zugutekommen. Deshalb fordern wir die 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich! Friedenshäfen wird es im Kapitalismus nicht geben, dafür brauchen wir den Kampf für ein anderes Gesellschaftssystem.

 

Wir rufen alle Hafenarbeiter auf, den 2. Internationalen Aktionstag der Hafenarbeiter am 30. Oktober zu ihrer Sache zu machen. Organisiert euch mit Erklärungen, Pausenversammlungen, Kundgebungen, Blockaden und Streiks!

 

Wir rufen auch andere Teile der Arbeiterbewegung, die Schüler und Studenten auf, sich zu solidarisieren und die Kämpfe zu unterstützen!

 

Hoch die internationale Solidarität!