Streiktag am 21.09. in Zwickau

Streiktag am 21.09. in Zwickau

Das mit der Zukunft ... „Wir kämpfen das durch“

Bei Sonnenschein kamen etwa 1500 Menschen auf den Hauptmarkt von Zwickau. Viele VW-Kolleginnen und Kollegen mit Familie, aus Zulieferbetrieben und anderen Branchen, sowie aus der ganzen Stadtgesellschaft. Auffallend waren viele Jugendliche, ein ganzer Handballverein.

Korrespondenz

Es wurde eine sehr kämpferische Kundgebung. Vor allem, wenn die Solidarität der vielen Betriebe, darunter auch Gewerkschafter aus Tschechien (Odborový Svaz), angesprochen wurde. Dann kam immer besonders viel Beifall.

 

Im Zentrum stand der entschlossene Kampf gegen die Werksschließung, „das ist erst der Anfang“. Aber noch viele Fragen, wie es weitergehen soll? Illusionen in die Hoffnung, dass die Belegschaft mit Verzicht schon geliefert hätte und jetzt der Vorstand dran sei.

 

Mitten unter den Teilnehmern neben Bannern und selbstgemalten Plakaten auch Schilder „Mitbestimmung durch Streik“ und das Transparent „Arbeiteroffensive gegen Generalangriff von Regierung und Monopolen“. Viele kannten und respektierten die MLPD, vertieften die Diskussion um den weiteren Weg. Das zeigte sich schon mittags am Schichtwechsel bei VW-Mosel zum Verteilen des MLPD-Flugblatts. Wobei sich diesmal der Werkschutz deutlich zurück- hielt und uns auf den Fußweg hinwies, auf dem wir bereits standen.

 

Nachmittags gab es eine kleine Warm-up-Kundgebung von der Initiative für ein Widerstandskomitee. Am offenen Mikrofon äußerten Jugendliche und ältere Kollegen ihre Sorge um die Zukunft. Aber sie waren auch optimistisch:„Wir kämpfen das durch“. Begrüßt wurde auch die vorbeiziehende Demonstration der IG-Metall-Jugend auf ihrem Weg zum Hauptmarkt. Ein gelungener Auftakt. Hier und bei der Großkundgebung auf dem Hauptmarkt zeigten sich viel Interesse, beim Widerstands- und Solidaritätskomitee mitzumachen.

 

Den ganzen Tag gab es auch Auseinandersetzungen mit Kommentaren wie „ich wähle blau“. Die AfD ist aber keine Arbeiterpartei, sie AfD stimmte bereits vielen Kürzungen gegen die kleinen Leute zu und fordert jetzt Lohnverzicht von den Beschäftigten für die Konzerne.


Diese Kritik sahen auch viele Kollegen so und es entfaltet sich eine wichtige Debatte um wirkliche Lösungen mit der Meinung „das ganze Ausbeutersystem muss weg“.