Freiburg
Sozialistische Jugendbewegung aktiv – vielfältige Diskussionen über Zukunftsperspektiven
4.500 Kolleginnen und Kollegen beteiligten sich laut DGB an der Aktion "Hart verdient" in Freiburg. Der Protest richtete sich vor allem gegen Kürzungen im sozialen Bereich und bei der Rente.
Es gab eine breite Beteiligung. Man sah IG Metall- und IGBCE-Mützen, Ver.di-Fahnen, der VDK beteiligte sich und vor allem das ganze Spektrum linker Organisationen wie MLPD und REBELL, Die Linke, DKP, Kommunistische Jugend, FAU und Autonome. Viele Transparente und selbst gemalte Schilder – gegen Merz, gegen Rentenklau waren vertreten. Zuerst gab es eine Kundgebung, dann eine kämpferische Demonstration.
Der Bollerwagen der MLPD wurde dabei zum Anziehungspunkt – mit Parolen und Redebeiträgen am offenen Mikrofon. Es wurde deutlich: Eine neue sozialistische Jugendbewegung entsteht! Die verbindet den Widerstand gegen soziale Angriffe, gegen die Militarisierung und die Solidarität mit Flüchtlingen mit einer grundsätzlichen gesellschaftlichen Perspektive – dem Sozialismus. Hier gab es viele solidarische Diskussionen, was darunter zu verstehen ist.
Deutlich wurden zwei gegensätzliche Richtungen: Reformistische Illusionen mit der Forderung, den angeblichen »Sozialstaat« zu erhalten, und die klassenkämpferische Richtung, die den Kapitalismus grundsätzlich in Frage stellt.
Unsere Gespräche zeigten, dass die Leute sehr offen sind und sich tiefgehende Gedanken machen. Wie soll es weitergehen? Klappt ein neuer Anlauf für den echten Sozialismus? Warum hat die AfD so viele Wähler? Hier gibt unser neues Buch "Die Lehre von der Denkweise" Antworten. Eine Frau meldete sich gleich für die Studiengruppe in Freiburg, viele fotografierten das Cover. Auch wurden viele Exemplare des Rote Fahne Magazins verkauft.
Insgesamt eine gelungene Kundgebung und Demonstration, bei der viel Wut und viele Fragen offenbar wurden. Es ist allerdings reichlich Luft nach oben, denn in den Metallbetrieben wurde leider kaum mobilisiert.