Berlin
Warnstreik und Demonstration der Charité-Belegschaft
Am zweiten Warnstreik der Charité am 17. und 18. September beteiligten sich wieder hunderte Kollegen und Kolleginnen. Noch viel mehr Kollegen und Kolleginnen trugen sich am Streikposten ein und wurden dann zu Notdiensten gezwungen.
Notdienste, die in der Regel besser besetzt wurden als im normalen Alltagsbetrieb. Das hatte das Berliner Arbeitsgericht nach einem Eilantrag des Charité-Vorstandes abgesegnet.
Der Zeitpunkt des Warnstreiks war bewusst vor den Berliner Abgeordnetenhauswahlen am 20.September gelegt. Die Zahl der Streikenden wächst von Tag zu Tag. Die Jugend vornedran. Es geht längst mehr allein um den Erhalt des gekündigten "Tarifvertrages Entlastung". Die Wut auf die Regierungspolitik und den Berliner Senat prägt die Stimmung und das Selbstbewusstsein, sich nichts mehr gefallen zu lassen.
Anträge an den ver.di-Bundeskongress gegen die Aufrüstung und die AfD wurden auf einer ver.di-Mitgliederversammlung der Krankenhausbeschäftigten in Berlin und Brandenburg bereits im Frühjahr 2026 beschlossen. So auch die Forderung: "Die Charité muss alltagstauglich werden, nicht kriegstauglich". Vielfach wird die Kritik am Kapitalismus zum Thema gemacht. Am Beginn der abschließenden Warnstreikdemo waren ca. 300 Kollegen und Kolleginnen dabei. Die Zahl wuchs an auf rund 2000 Beteiligte auf der abschließenden Kulturveranstaltung am August-Bebel-Platz.