Pressemitteilung der Montagsdemo Bochum

Pressemitteilung der Montagsdemo Bochum

Umfassende Diskussion über die Ursachen des Wahlsiegs der faschistischen AfD

Zur gestrigen Bochumer Montagsdemo schreibt ihr Moderator, Ulrich Achenbach:

Auf der Montagskundgebung ging es um die Mobilisierung zu den bundesweiten DGB‑Demonstrationen am 26. September in Essen. Weiterhin gab es eine ausgiebige Debatte über die Ursache des Wahlsiegs der AfD in Sachsen-Anhalt.


Nach dem Singen der Eingangshymne wurde ein Aufruf der Bundesweiten Montagsdemo als Flugblatt verteilt, was rege genommen wurde. „Nach und nach durchschauen die Arbeiter der Automobilkonzerne, aber auch in anderen Betrieben wie in der Stahlindustrie, dass Lohnverzicht und längere Arbeitszeiten keinen einzigen Arbeitsplatz sichern und der Kampf um den Erhalt der Arbeitsplätze zunimmt. Es hat bereits mehrere Warnstreiks u.a. bei VW gegeben. Auch bei den Gewerkschaftsfunktionären findet mehr und mehr ein Umdenken statt. Erstmalig in einer „tariflosen“ Zeit hat daher der DGB bundesweit zu Kampfaktionen aufgerufen“, leitete einer der Moderatoren die Diskussion am offenen Mikrofon ein.


„Den Anfang machen bundesweit die Automobilarbeiter und deren Zulieferer bereits am 21. September, zu dem zu Arbeitsniederlegungen mobilisiert wird“, meldete sich ein Mitarbeiter bei Opel-Warehousing in Bochum. 


VW will vier Werke in Deutschland schließen und über 100 000 Stellen vernichten, Mercedes fordert Arbeitszeitverlängerungen ohne Lohnausgleich und Abschaffung von Sonderzahlungen und wird auch Tausende Arbeitsplätze vernichten“.


Der andere Moderator ergänzte: „Die Automobilkonzerne wie z. B. VW stöhnen immer, die Lohnkosten seien zu hoch und es würde zu wenig gearbeitet. Dabei fuhr VW 2025 einen Nettogewinn von rd. 6,9 Milliarden Euro ein.“ Eine heiße Diskussion entbrannte über die Ursachen des Wahlsiegs der AfD. „Viele Menschen sind von der Regierung Merz berechtigt enttäuscht und suchten nach einer Alternative. Durch Demagogie und ein Aufgreifen der Forderungen der Bevölkerung, wie z. B. die Senkung der Spritpreise, brachten viele, insbesondere junge Wähler dazu, die AfD zu wählen.