Am 26.9. gegen die Demontage sozialer Errungenschaften protestieren!
Studierende und Arbeiter gemeinsam auf die Straße
Unter der Überschrift "Studierende und Arbeiter gemeinsam auf die Straße - Am 26.9. gegen die Demontage sozialer Errungenschaften protestieren!" hat das Team des Studierendenpolitischen Ratschlags auf seiner Webseite einen Aufruf für den Kampftag am 26. September veröffentlicht. Rote Fahne News dokumentiert ihn.
Der 26.9. ist ein bundesweiter Aktionstag, zu dem der DGB (Deutscher Gewerkschaftsbund) und viele weitere Organisationen aufrufen unter dem Motto „Hart verdient! Deine Arbeit. Deine Gesundheit. Deine Rente.“
Die Bundesregierung hat einen massiven Angriff auf soziale Errungenschaften gestartet: Abschaffung der abschlagsfreien Rente mit 63, Aufhebung des 8-Stunden-Tags, Krankschreibung ab dem ersten Tag, höhere Krankenkassenbeiträge und die Liste geht noch viel weiter!
Das "Reformpaket" der Bundesregierung ist in erster Linie ein Angriff auf die Arbeiter und Werktätigen. Es fällt zusammen mit einem gigantischen Arbeitsplatzabbau in der Automobilbranche. Das bedeutet eine gewaltige Umverteilung der Vermögen von unten nach oben und geschieht zugunsten der größten Konzerne und insbesondere der Rüstungsindustrie.
Auch vor Studierenden macht das nicht halt. Nach Alleinerziehenden haben Studierende bereits das größte Armutsrisiko. Jetzt soll die Erhöhung des BAföGs erst zum Wintersemester 27/28 kommen, die verglichen mit den Verteuerungen der letzten Jahre zudem viel zu niedrig ausfällt. Es gibt auch Verschlechterungen beim BAföG, wie die Streichung der Wohnkostenpauschale für bei den Eltern wohnende Studierende und die die Abschaffung von Sonderregelungen bei der Altersgrenze. Minijobs sollen ihren Sonderstatus verlieren, wodurch künftig auch Studierende Sozialversicherungsbeiträge darauf zahlen müssen und unterm Strich weniger Netto-Lohn übrig bleibt.
Der 26.9. ist ein bedeutender Tag, an dem Studierende an der Seite der Arbeiter und breiten Teilen der Gesellschaft auf die Straße gehen müssen. HIER findet ihr den Aufruf und die geplanten Aktionen des DGB. Auch der fzs (Freier Zusammenschluss der Studierendenschaften) ruft bundesweit zur Beteiligung an den Protesten auf.
Wir rufen auch dazu auf: Solidarisiert euch mit den Kolleginnen und Kollegen am bundesweiten Streiktag in der Automobilindustrie der IG Metall am 21.9. Die Streichung von 120.000 Arbeitsplätzen alleine bei VW betrifft auch die Studierenden und die Jugend. Schon heute arbeiten ca. 30.000 Studierende als Werkstudenten in Autokonzernen und Zulieferern. Jeder Arbeitsplatz, der vernichtet wird, fehlt für die Zukunft der Jugend.
Wir müssen uns auch über die Ursachen dieser Politik und die Perspektiven für Studierende austauschen. Das ist auch ein Thema in der Vorbereitung des 2. Studierendenpolitischen Ratschlags, der 2027 stattfinden wird. Wir freuen uns, wenn du dich einbringst. Die Termine für die Vorbereitung sind auf unserer Homepage veröffentlicht.