Bosch Stuttgart-Feuerbach
Statt runterschlucken – Feuer spucken!
Milliarden für Konzerne und Rüstung, von uns holen sie es! So kann es nicht weitergehen. Von Sparen kann keine Rede sein! Machen wir etwas aus dem Aktions- und Streiktag aller Automobilarbeiter am Montag, 21. September. Bei Bosch in Feuerbach ist vor Tor 1 um 13:00 Uhr eine Kundgebung.
So verteilten wir die Kollegenzeitung „Hochdruck und Zündstoff“ am Drehtor und vor der Lehrwerkstatt. Jetzt, in der ersten Woche nach dem Schulbeginn, war fast schon eine Aufbruchstimmung. Kollegen der Nachtschicht bildeten noch Gesprächsgruppen, auf die wir zugingen. Wie wollt ihr den Aktionstag nutzen? Bosch verschärft den Kurs und verlagert. „Ja, seit 30 Jahren droht Bosch damit, weiter nach Jihlava zum Schwesterwerk zu verlagern. Bisher konnten wir das durch die Solidarität und Kampfkraft erfolgreich verhindern. Doch in Jihlava wird ausgebaut. Da müssen wir auf der Hut sein.“
Beraten wir uns doch und machen etwas daraus
Mercedes-Kollegen machen am Montag einen Marsch auf der B10, und bei Porsche und Mahle gibt es auch eine Kundgebung vor dem Tor. Wir kommen diese Woche noch einmal. Bringt auch Kleingeld mit. – „Wir sehen uns.“ Ein Azubi: „Für uns gibt es nichts mehr. Wir werden nicht übernommen.“ Er lehnte zunächst ab. Es geht um die Zukunft hier, statt zu verlagern. Dann richtete er sich auf und nahm eine Kollegenzeitung.
Direkt nach dem Drehtor stand auf einem Ständer jetzt ein Plakat der IG Metall: Kundgebung vor Tor 1 um 13:00 Uhr. Auf das Plakat wiesen wir hin. In den Wochen davor warben nur wir für den Aktionstag, und Kollegen kritisierten den Betriebsrat, dass dieser noch nicht richtig bekannt gemacht wurde.
Einzelne Kollegen fragten, ob wir von der IG Metall seien. Ja, wir sind auch in der IG Metall und organisieren mit „Hochdruck & Zündstoff“ die Zusammenarbeit im Konzern. Wir stärken die IG Metall als Kampforganisation – mitbestimmen durch Streik statt „Sparen“, Verhandeln und Verzichten.
Einzelne Anfeindungen von faschistisch eingestellten Kollegen gab es auch. Sie provozierten und drohten mit dem Werkschutz. Dem traten wir selbstbewusst entgegen. Die Stuttgarter Staatsanwaltschaft hat ein Verfahren wegen Hausfriedensbruchs eingestellt.