Österreich
MLPD auf dem Volksstimmefest in Wien
Am 5./6. September fand dieses Jahr das Volksstimmefest in Wien mitten auf dem Prater statt. Es ist das größte linke Volksfest in Wien.
Stürmische Zeiten im wahrsten Sinne des Wortes gab es schon beim Aufbau unseres Standes am Samstagvormittag. Wir hatten noch alle Hände voll zu tun, um unser Zelt und die Bücher zu sichern. Da kamen auch schon drei Freunde aus Innsbruck und Wien auf uns zu. Einer übergab uns ein Paket mit Büchern von Mao Zedong, die „Vier philosophischen Monographien“. Er hat auf seinem Dachboden noch viele Schriften aus dem damaligen sozialistischen China liegen und war zuständig für deren Vertrieb in Tirol. Dieses Erbe sieht er bei der MLPD in guten Händen, und er ist zuversichtlich, dass die günstigen Broschüren aus China das wachsende Interesse vieler Jugendlicher am Marxismus-Leninismus befriedigen können.
Angesprochen haben wir viele Menschen mit der Losung „Make Socialism Great Again!“. Das brachte einige zum Schmunzeln und Stehenbleiben. Im Mittelpunkt unseres Auftretens stand genau diese Frage: Wie verhelfen wir dem Sozialismus zu neuem Ansehen? Wie gewinnen wir die Meinungsführerschaft in dieser Frage? Hier stand das am Sonntag erschienene neue Buch von Stefan Engel, Gabi Fechtner und Monika Gärtner-Engel, "Die Lehre von der Denkweise" im Mittelpunkt. Zahlreiche Flyer dazu wechselten den Besitzer. (Hier kann das Buch bestellt werden.)
Es gibt regelrechte Fans unserer Bücher. Einer, der schon früher den ersten Band der "Blauen Reihe" zur Krise der bürgerlichen Ideologie gekauft hatte, ergänzte diese um zwei ihm noch fehlende Bände. Einer, der das Buch „Die Krise der bürgerlichen Naturwissenschaften“ bereits gekauft hatte, wollte genau wissen, warum auf unseren Büchern immer der Autor Stefan Engel steht und wie solche Bücher entstehen. Daraus wurde eine interessante Diskussion darüber, wie wir als Partei arbeiten und warum wir uns als Partei neuen Typs bezeichnen. Gerade die Aufarbeitung ihrer Erfahrungen in der kommunistischen Bewegung stand für viele im Mittelpunkt.
Der Kollege, der wissen wollte, wie unsere Bücher entstehen, hat sich fest vorgenommen, uns im Frühjahr zu besuchen und dabei auch einen Abstecher in den Ferienpark Thüringer Wald zu machen.
Die Lehre von der Denkweise ist eine entscheidende Schlussfolgerung aus dem Verrat am Sozialismus und zugleich eine subjektive Voraussetzung, um von der vorrevolutionären Gärung zur revolutionären Gärung zu kommen. Untrennbar gehört dazu die Entfaltung der Arbeiteroffensive. Es war wichtig, hier die Erfahrungen in beiden Ländern auszutauschen. Viele konnten sich das für Österreich, wo es kaum gewerkschaftliche Streiks gibt, noch nicht richtig vorstellen.
Hier fiel der Gedanke der länderübergreifenden Koordinierung, wie sie bei den Bergleuten, den Hafen- und den Automobilarbeitern durch die revolutionäre Weltorganisation ICOR gefördert wird, auf fruchtbaren Boden. Hier gelang es, feste Verbindungen zwischen Belegschaften in den beiden Ländern aufzubauen.
Wofür die ICOR steht, wurde auch am Solidaritätspakt zwischen der ICOR und Al-Awda zum Aufbau eines Gesundheitszentrums in Gaza deutlich. Dafür gab es am Stand eine Spendendose sowie viele Flyer. Besonders der Flyer „Freunde der ICOR“ stieß auf Interesse.
Ein pakistanischer Genosse hat einen Aufnahmeantrag für die United Front mitgenommen. Sie überlegen dort, Mitglied zu werden!