Dokumentiert
Neuer Bericht enthüllt erschreckende Erkenntnisse über zunehmende Hungersnot in Gaza
Der folgende Bericht über die Hungersnot in Gaza erschien vor Kurzem auf der Homepage des fortschrittlichen Blogs „Occupied News“. Er stammt von der Seite „Mondoweiss“ und wurde von Sarah Angeli übersetzt. Rote Fahne News dokumentiert Auszüge.
Israel schränkt nach wie vor die Lebensmittelzufuhr nach Gaza ein, während die Hungersnot anhält und die Zahl der Menschen, die unter Unterernährung leiden, steigt.
Am 23. August 2026 wurde der zweieinhalbjährige Hashem Abu Mustafa aus dem Nasser Medical Complex in Khan Younis entlassen, nachdem bei ihm schwere akute Unterernährung diagnostiziert worden war. Seine Entlassung beruhte allerdings nicht auf seiner Genesung. Es fehlen schlichtweg die Mittel, um alle nötigen Tests durchzuführen, die seinen genauen gesundheitlichen Zustand ermitteln. Hashem bräuchte dringend eine MRT-Untersuchung sowie eine Blutkultur, doch die erforderlichen Geräte und Ressourcen stehen nicht zur Verfügung.
Die 34-jährige Mutter des Jungen, Suha Abu Mustafa, erklärt, dass Hashem nun als Folge von Unterernährung an einer Tetraparese leidet, also an einer Lähmung aller vier Extremitäten. Seine Gliedmaßen kann er kaum noch bewegen. Darüber hinaus habe er erhebliche Schluckbeschwerden. Die Nahrungsaufnahme dauert so teilweise zwei bis drei Stunden, obwohl die Mahlzeiten speziell zubereitet und püriert werden. Diesen langwierigen Prozess kann Hashems geschwächter Körper nur schwer verkraften.
Bereits seit seiner Geburt, elf Monate nach Inkrafttreten eines durch die USA vermittelten Waffenstillstands, leiden Hashem und seine Mutter an einem Zustand konstanter Hungersnot. Im Zuge des erwähnten Waffenstillstands hatte der israelische Staat versprochen, den Zugang zu Lebensmitteln und humanitären Hilfsgütern für die Bevölkerung im Gazastreifen zu erleichtern.
„Schon meine Schwangerschaft war sehr schwer für mich“, erzählt Suha Abu Mustafa. „Ich habe selten Proteine oder eine gesunde Mahlzeit zu mir genommen. Wir waren ausschließlich auf Konserven angewiesen. Als Hashem zur Welt kam, sah ich sofort, dass sich mein Hunger in ihm widerspiegelte. Er kam so schwach und mager zur Welt und wog weniger als zwei Kilogramm.“ ...