Von Argentinien bis Bangladesch

Von Argentinien bis Bangladesch

Internationale Solidarität mit den Arbeiterkämpfen in Deutschland

In vielen Ländern verfolgen Revolutionäre, Gewerkschafter, Jugendliche, Frauen- und Umweltbewegung aufmerksam die Aktivitäten und Kämpfe in Deutschland gegen den Generalangriff von Monopolen und Staat auf Arbeiter- und soziale Rechte. Wir veröffentlichen hier internationale Solidaritätserklärungen.

Internationale Solidarität mit den Arbeiterkämpfen in Deutschland
Indien: Hinter den Solidaritätsgrüßen steht eine mächtige Arbeiterklasse - Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter organisieren Kundgebung in Pune (Foto: Offensiv)

Grüße aus Tschechien

"Jetzt machen sie das in Deutschland, dann in anderen Ländern"

Alik Waschakraborty, Indien; CPIML Massline, Asien-Koordinator der revolutionären Weltorganisation ICOR, 20.09.26

Wir unterstützen diesen Streik im Namen der indischen Arbeiterklasse. Wir wünschen euch alles Gute. Macht ihn zu einem großen Erfolg.

Von der SEM und den Automobilarbeitern Indiens, 20.9.26

Liebe Genossinnen und Genossen, Kolleginnen und Kollegen und Freunde, im Namen der SEM und den Automobilarbeitern in Indien bekunden wir unsere uneingeschränkte Solidarität mit allen Beschäftigten bei Volkswagen und den Beschäftigten anderer Unternehmen des VW-Konzerns in Deutschland sowie mit den Kolleginnen und Kollegen der IG Metall, die am „Aktionstag“ am 21. September gegen Arbeitsplatzabbau, Werksschließungen und Angriffe auf die Existenzgrundlage der Beschäftigten teilnehmen.

 

Wir stehen euch in eurem Kampf zur Verteidigung von Arbeitsplätzen, menschenwürdigen Arbeitsbedingungen, Arbeiterrechten und der Zukunft der Automobilindustrie zur Seite. Arbeiterinnen und Arbeiter auf der ganzen Welt, darunter auch in Indien, stehen vor ähnlichen Herausforderungen. Umstrukturierungen, der technologische Wandel und der Übergang zu neuen Technologien dürfen nicht als Vorwand für den massiven Verlust von Arbeitsplätzen dienen oder dazu führen, dass die Last unternehmerischer Entscheidungen auf die Beschäftigten und ihre Familien abgewälzt wird.

 

Wir sind der festen Überzeugung, dass die Arbeiter bei Entscheidungen über Umstrukturierungen, Produktion und Beschäftigung ein starkes Mitspracherecht haben müssen. Jeder Wandel in der Automobilindustrie muss ein gerechter Übergang sein, der auf sozialer Gerechtigkeit, sicheren Arbeitsplätzen, Umschulung und der Achtung der Gewerkschaftsrechte basiert.

 

Der Kampf der Volkswagen-Beschäftigten in Deutschland ist nicht nur ein Kampf für die Arbeiter in Deutschland. Es ist ein Kampf, der die Beschäftigten in der Automobilindustrie überall betrifft.

 

Aus Indien senden wir unsere Solidaritätsbotschaft: Euer Kampf ist unser Kampf! Kein Kampf sollte alleine stehen!

 

Wir stehen grenzüberschreitend gemeinsam ein für:

 

  • Nein zu Massenentlassungen und Werksschließungen
  • Schutz sicherer und menschenwürdiger Arbeitsplätze
  • Achtung der gewerkschaftlichen und demokratischen Rechte der Beschäftigten
  • Sinnvolle Beteiligung der Beschäftigten an Umstrukturierungsentscheidungen
  • Einen gerechten Übergang, der die Beschäftigten und ihre Familien schützt
  • Eine nachhaltige Automobilindustrie mit menschenwürdigen Arbeitsplätzen für künftige Generationen.

 

Siehe auch hier auf der Webseite der Internationalen Automobilarbeiterkoordinierung

 

Betriebsrat der Metallarbeitergewerkschaft von Villa Constitución bei Arcelormittal Argentinien, 21.9.26

Liebe Genossinnen und Genossen, im Namen der Metallarbeitergewerkschaft von Villa Constitución, Betriebsrat von Arcelormittal, möchten wir den Arbeiterinnen und Arbeitern der Automobilindustrie und anderer Sektoren der Arbeiterklasse sowie dem deutschen Volk, die heute im Streik und im Kampf stehen, unseren Gruß übermitteln. Der Imperialismus zeigt weltweit sein schlimmstes Gesicht; die Monopole versuchen, die Folgen ihrer Krise auf die Arbeiterinnen und Arbeiter abzuwälzen; sie haben es auf unsere Rechte, unsere Gesundheit und unsere Löhne abgesehen. In unserem Land führt die Politik der Regierung Milei zur Schließung von Unternehmen, zu Tausenden von Entlassungen, steigender Arbeitslosigkeit, prekären Arbeitsverhältnissen und wachsender Armut. Es ist unerlässlich, dass wir Arbeiter*innen uns organisieren und Widerstand leisten. Aus all diesen Gründen senden wir, die Metallarbeiter*innen aus Argentinien, euch unsere ganze Solidarität.

Gewerkschaftlicher Linksblock bei Magna Steyr in Österreich, 19.9.26

Liebe Kolleginnen und Kollegen, als Arbeiterbetriebsrätinnen des Gewerkschaftlichen Linksblocks bei Magna Steyr möchten wir uns mit euch und eurem Kampf für den Erhalt der Arbeitsplätze solidarisch erklären. Unser Werk in Graz ist seit Jahrzehnten eng mit der deutschen Autoindustrie verbunden. Aktuell fertigen wir in Graz den Mercedes G. Die Krise der deutschen Fahrzeugindustrie schlägt sich auch auf die österreichischen Zulieferbetriebe nieder. Wir haben in den letzten Jahren einen starken Arbeitsplatzabbau erlebt. Nicht die Arbeiterinnen und Arbeiter sind verantwortlich dafür, dass sich die Branche in der jetzigen Situation befindet. Es sind die Entscheidungen und falschen Strategien der Konzernbosse. Dennoch sind wir diejenigen, die unter anderem über sinkende Reallöhne in der Branche zur Kasse gebeten werden sollen. Lohnverzicht rettet keine Arbeitsplätze. Wir haben in den letzten Jahren leider oft genug gesehen, dass dem so ist. Nur unser gemeinsamer Kampf und Widerstand kann dazu führen, dass unsere Standorte gesichert, unsere Jobs erhalten und zukunftsfähige Produkte entwickelt werden. In diesem Sinne möchten wir unsere Solidarität ausdrücken und euch für euren Kampf, der auch unserer ist, viel Erfolg wünschen. Klaus Larcher Arbeiterbetriebsrat des Gewerkschaftlichen Linksblocks (GLB) bei Magna Steyr Vorsitzender des Gewerkschaftlichen Linksblocks in der Gewerkschaft PRO-GE

Gewerkschaftszentrum der Textilarbeiter und Textilarbeiterinnen in Bangladesch, 18.9.26

Arbeiter aller Länder, vereinigt euch!

An die kämpfenden Arbeiter in Deutschland

Internationalistische Solidarität ist unsere Stärke!

 

Liebe Genossinnen und Genossen,
im Namen des Gewerkschaftszentrums der Textilarbeiter (GWTUC) in Bangladesch bekunden wir unsere brüderliche Solidarität mit den Arbeiterinnen und Arbeitern sowie den Gewerkschafterinnen und Gewerkschaftern in Deutschland, die sich auf die Aktionstage und Streiks am 21. und 26. September vorbereiten. Wir solidarisieren uns mit den Beschäftigten der Automobilindustrie und allen Arbeiterinnen und Arbeitern, die gegen Stellenabbau, Werksschließungen, Angriffe auf Löhne und Arbeitsbedingungen sowie Kürzungen hart erkämpfter sozialer Rechte kämpfen.

 

Als Textilarbeiterinnen und Textilarbeiter in Bangladesch wissen wir aus eigener Erfahrung, dass die Interessen der Arbeiter grenzüberschreitend sind. Arbeitgeber und Konzerne versuchen, ihre Gewinne zu steigern, indem sie Druck auf die Arbeiter ausüben, während Regierungen oft die Interessen des Kapitals über die Rechte und die Würde der arbeitenden Menschen stellen. Die Kämpfe der Arbeiter kennen jedoch keine Grenzen.

 

Wir begrüßen insbesondere den Aufruf zu einer stärkeren internationalen Koordination und Solidarität unter Arbeitern und Gewerkschaften. Die Kämpfe der Arbeitnehmer in Deutschland, Bangladesch, den Niederlanden und anderswo sind miteinander verbunden. Internationale Solidarität stärkt unseren kollektiven Widerstand. Wir wünschen den Arbeitern und Gewerkschaften in Deutschland Kraft und Entschlossenheit in ihren Kämpfen.

Die Solidaritätserklärung im englischen Original

Generalsekretär der Gewerkschaft Kilusang Mayo Uno in den Philippinen, 18.9.26

Vielen Dank für eure Information! Die philippinischen Arbeiter leiden ebenfalls unter der verschärften Ausbeutung, die von den USA und vom Regime von Marcos Jr. ausgeht. Wir sind auch Angriffen des Staatsapparats ausgesetzt. Wir sind solidarisch mit den deutschen Arbeitern, ihrem gerechten Kampf und ihren Forderungen!

PCML Dominikanische Republik, 17.9.26

Die Marxistisch-Leninistische Kommunistische Partei (PCML) der Dominikanischen Republik unterstützt entschlossen den Kampf, den die Beschäftigten der Automobilbranche in Deutschland und anderen Ländern seit Jahren führen und der sich heute weiter verschärft. Gleichzeitig verurteilt sie die repressiven Maßnahmen der deutschen Regierung gegen den gerechten gewerkschaftlichen Kampf, der – da er keine zufriedenstellenden Antworten auf seine Forderungen findet – gezwungen ist, zum Streik zu greifen.

 

  • Nein zu Massenentlassungen!
  • Nein zur Ausbeutung!
  • Nein zur reaktionären Repression der deutschen Regierung!
  • Es lebe die internationale Arbeitersolidarität!