Morgen gewerkschaftlicher Streiktag

Morgen gewerkschaftlicher Streiktag

Gemeinsamer Kampf über Branchengrenzen hinweg gegen die Ausbeutungsoffensive

Kein Tag vergeht, an dem nicht über alle Kanäle der bürgerlichen Medien über Kostendruck, zu hohe Lohnkosten, zu viel Bürokratie und zu viele Umweltauflagen für die deutschen Autokonzerne lamentiert wird.

Korrespondenz aus Bochum

Man kann es schon gar nicht mehr hören. Aber es lohnt sich, genauer hinzuhören: Es geht hier nicht um Verluste, sondern um zu „geringen“ Profit.

 

VW hat im ersten Halbjahr 2026 3,8 Prozent operativen Gewinn gemacht. Der soll mit dem „tiefgreifenden Transformationspaket“ auf 9 Prozent ansteigen. Insgesamt „sank“ der Gewinn deutscher Autobauer im letzten Jahr um 19 Prozent auf 13 Milliarden Euro.

 

Die Vorreiter bei den Angriffen auf die Arbeitsplätze, Löhne und sozialen Errungenschaften wie VW, BMW und Mercedes lagen mit ihren Profiten mit Abstand vor den Herstellern aus anderen Ländern. So hatten auch chinesische Autokonzerne 21,9 Prozent weniger Gewinn.¹

 

Diese Profite werden hier wie auch in den USA, in China und anderen Ländern aus der lebendigen Arbeit gepresst – aus dem erzielten Mehrwert, der unbezahlten Arbeit im Kapitalismus. Dies wird sich auch nach dem tiefgreifenden Umbau nicht ändern.

 

Es gibt keine gemeinsamen Interessen von Arbeitern und Unternehmern. Am 21. September mit dem branchenweiten Aktionstag der Automobilarbeiter und am 26. September mit den DGB-Kundgebungen können wir unsere eigene Rechnung aufmachen – sie liegt in unserer Kampfkraft und in der Anzahl derer, die sich beteiligen.