Frankreich

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„Fête de l’Humanité“: „ICOR, ihr meint es wirklich ernst!“

Salut! Die allerherzlichsten Grüße von der „Fête de l’Humanité“, dem alljährlich stattfindenden Pressefest der Zeitung, die der KPF – Kommunistische Partei Frankreichs – nahesteht.

Korrespondenz
„Fête de l’Humanité“: „ICOR, ihr meint es wirklich ernst!“
Großes Interesse herrschte am Stand der ICOR (rf-foto)

Deshalb kommen aus allen Regionen des Landes Gruppen der KPF, Gewerkschaftsgruppen und Organisationen, die ihre Länder vertreten, hierher, um über Krieg, Faschismus, Umweltkatastrophen, die Politik der französischen Regierung und die Imperialisten der Welt zu debattieren. Sie bringen regionale, kulturelle und kulinarische Spezialitäten mit und freuen sich über einen Austausch von Erfahrungen.

 

Die Frage an uns: der Ausgang der Wahlen in Sachsen-Anhalt. Die Franzosen haben die Schandtaten der deutschen Faschisten in Erinnerung, während es in Deutschland nach den Kriegsjahren eine Kultur des Schweigens und Verdrängens gab.

 

Wir sind am Stand der ICOR im „Bücherdorf“ – Village du Livre – und vertreten die MLPD mit ihrer französischen und internationalen Literatur. Anhand der Broschüre über die Entstehung der neuimperialistischen Länder, die in zehn Sprachen übersetzt ist, können wir die Bedeutung und die Ziele der ICOR gut erklären.

 

„Ihr meint es wirklich ernst“, bemerkt ein Besucher aus Solingen, der die MLPD schon über Jahre kennt.

 

Unter 130 Ausstellern im „Village du Livre“ sind wir als deutsche Marxisten-Leninisten eine Besonderheit. Die große Freundlichkeit, die uns entgegengebracht wird, zeigt die Wertschätzung unserer Anwesenheit. Und: ein Wiedererkennen vom letzten Jahr.

 

Mit einem kleinen Campingwagen wohnen wir mit anderen Ausstellern direkt hinter dem Ausstellungszelt. Unser Hammer zum Einschlagen der Heringe macht die Runde, und am Abend zuvor um 22 Uhr klopft es an der Tür: „Habt ihr mal Feuer für unseren Campingkocher?“ – Haben wir. Nicht nur dafür.

 

Wir sind auch entflammt für den Geist des Zusammenhalts, den wir hier gemeinsam mit ca. 600.000 Besuchern erleben. Ich sehe darin die Sehnsucht der Menschen nach einer solidarischen Gesellschaft.

 

Aber es gibt viele kritische Aspekte, was und wie unter den Porträts von Marx, Engels und Lenin deren Theorien von Revisionisten und anderen linken Gruppen in die Praxis umgesetzt werden. Das zeigt sich zum Beispiel an einem großen Alkoholkonsum oder an der Einladung eines Vertreters des französischen Kapitalistenverbands, um „auf Augenhöhe“ zu diskutieren.

 

Fortsetzung folgt …