Eisenhüttenstadt

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Diskussion um die Demonstration am 26. September nimmt Fahrt auf

Unter den Kolleginnen, Kollegen und Vertrauensleuten, am Pausentisch, an der Maschine oder in der Versammlung nehmen die Diskussionen um die Demonstration am 26. September an Fahrt auf. Die Kolleginnen und Kollegen spüren, dass die zum Teil beschlossenen und zum Teil geplanten Gesetze der Regierung tief in ihr Leben eingreifen werden.

Korrespondenz

Das komplette Ausmaß, die Dimension der Vorhaben der Konzerne und ihrer Regierung ist ihnen dabei noch nicht voll bewusst. Man braucht nur eines der Themen anzusprechen, sei es die Tankzapfsäule, Rente mit 70, die sich verschlechternde Gesundheitsversorgung durch fehlende Ärzte oder die steigenden Heizkosten. An allen Fragen, Ecken und Enden des Lebens springt einem die Empörung und Unzufriedenheit der Kollegen entgegen.


Selbst unter einzelnen Betriebsräten gibt es vermehrt Unmut über die von einer SPD‑Arbeitsministerin geplanten Einschnitte ins Renten- und Arbeitszeitsystem. Das war früher nicht so ausgeprägt.


Wenn es um Lösungen für diese Situation geht, prallen natürlich die Meinungen aufeinander. Von den IG‑Metall-Verantwortlichen wurde der 26. September mit der Losung „Sozialstaat retten“ beworben. Etliche meinten aber auch, dass das mit der Demo nichts bringe. „Ich fahre nicht mit, hab etwas anderes vor“ oder „Symbolaktion“. Es gibt auch Stimmen, die sagen: „Wenn, dann brauchen wir einen Generalstreik. Ich weiß, wir sind hier nicht in Frankreich. Als die Landwirte auf der Autobahn waren, ging es doch auch. Da hätten wir uns dem schon anschließen müssen.“ oder „Als es um das Werk (EKO‑Stahl, heute ArcelorMittal Eisenhüttenstadt, Anm. d. Red.) ging, haben wir auch die Autobahn blockiert. Warum lassen wir den Bus zum 26. September nicht einfach quer auf der Autobahn anhalten?“


Kritik gab es auch daran: „Warum ist der 21. September, an dem die Automobilarbeiter Aktionen machen, getrennt vom 26. September? Das hätte doch alles zusammengehört.“


Wichtig ist, das mit dem Streik unter uns Kollegen weiter zu beraten, zu organisieren und dann auch zu handeln. Noch ist nämlich nicht geklärt, wer das machen soll. Auch da gibt es noch etliche verschiedene Denkrichtungen.