Argument
Arbeitsplätze in der Rüstungsindustrie - Alternativlos?
Bei einem Einsatz der Kollegenzeitung „Vorwärtsgang“ für den VW-Konzern in Osnabrück stand die Auseinandersetzung um die Umwandlung des Werkes in einen Rüstungsbetrieb im Mittelpunkt.
Die Reaktionen waren breit gefächert von „das ist ein Beitrag zur Verteidigung“ bis „bei Umstellung auf Rüstung bin ich weg. Ich will nicht auf der falschen Seite stehen." Ein Kollege fragte: „Hast Du bessere Aufträge für uns?“
Ja natürlich gibt es die und zwar massenhaft. Angefangen von der Instandhaltung und Wiederherstellung der fragilen Infrastruktur. Renovierung und Neubau von Schulen und Kindergärten, umfassende Wärmedämmung und Energieeinsparung. Und vor allem unendlich viel Arbeitsplätze im Umweltschutz. Der Übergang in ein weiteres Ausreifen der globalen Umweltkatastrophe macht den Kampf um eine Sofort- und Schutzprogramm zu einer Zukunftsfrage der Menschheit.
Um nur einige Schlagworte zu nennen: Sofortige Umstellung auf den Auf- und Ausbau der Erzeugung erneuerbarer Energie, kostenloser öffentlicher Personennahverkehr, Aufbau eines flexiblen, preisgünstigen Verkehrssystem als Alternative zu einem immer weiteren Ausbau des Individualverkehrs, Ersetzung aller mit fossilen Energien betriebenen Verkehrsmittel, Güterverkehr auf die Schiene und Wasserwege, Umfassende Schutzprogramme für die breiten Massen gegen extreme Hitze und Kälte, usw.
Bei dem Verkauf des Werks in Osnabrück geht es nicht um die Schaffung von Arbeitsplätzen sondern es ist fester Bestandteil des Aufbaus und Umstellung auf Kriegswirtschaft. Die Arbeiterklasse muss weltweit gegen die Hochrüstung und Kriegsvorbereitung aufstehn!

Ein Grund mehr, den gewerkschaftlichen Aktionstag am 21.9. zu einem Streiktag zu machen! Für Arbeitsplätze und Umweltschutz! „Arbeitsplätze im Umweltschutz statt Umstellung auf Kriegsproduktion.“
Das richtet sich direkt gegen die sogenannten Klimaleugner der faschistischen AfD, aber auch gegen das Roll-back in der Umweltpolitik durch die Merz/Klingbeil-Regierung.
Automobilarbeiterinnen und -arbeiter können mehr – zum Beispiel Aufbau eines Mobilitätskonzeptes in Einheit von Mensch und Natur. Das vollständig umzusetzen, setzt allerdings einen gesellschaftsverändernden Kampf voraus.