Kampftag

Kampftag

Källenius und Blume erpressen uns: Wir stehen auf gegen den Frontalangriff!

Der folgende Artikel ist in der aktuellen Ausgabe der Zeitung von Kolleginnen und Kollegen für Kolleginnen und Kollegen bei Mercedes-Benz und Daimler Truck erschienen.

Seit Monaten fahren Autoindustrie und Regierung einen Frontalangriff auf uns und unsere Familien. Vorne dran: die Vorstände von Mercedes und VW. Källenius und Blume erpressen uns: „Entweder massive Zugeständnisse oder wir machen dicht und gehen nach Osteuropa!“ Werksschließungen und Verlagerungen sind geplant. Zigtausende Arbeitsplätze sollen vernichtet werden.

Deshalb zeigen wir jetzt unsere Kampfkraft:

Wenn kein Auto mehr vom Band läuft, wird deutlich, wer tatsächlich die Werte produziert! Darum ruft die IG Metall „alle Beschäftigten in allen Schichten, ob Hersteller oder Zulieferer, …“ dazu auf, sich am großen bundesweiten Aktionstag zu beteiligen. Machen wir den 21. September zu einem branchenweiten Generalstreik!

 

Der Vorstand bereitet massive Verlagerungen vor. Kecskemét wurde auf 400.000 Fahrzeuge im Jahr verdoppelt, ein zusätzliches Werk der gleichen Größe ist für die Ukraine geplant, wenn der Krieg zu Ende ist. Der Vorstand geht davon aus, dass dann wenige Mini-Werke in Deutschland ausreichen, um mögliche Störungen in Osteuropa auszugleichen. Die Medien spekulieren munter darüber, welches Produktionswerk geschlossen werden soll, etwa Bremen, Hamburg oder Rastatt. Das Werk in Südafrika soll jetzt schon verkauft werden.

 

Bis dahin soll mit einer 40-Stunden-Woche die Ausbeutung verschärft werden. Das trifft massiv unser Familienleben! Aber kein Zugeständnis wird diese Pläne verhindern. Unsere Arbeitsplätze verteidigen können wir nur mit Streik. Eine andere Mitbestimmung gibt es im Kapitalismus nicht.

 

Während der Vorstand versucht, uns in die linke Tasche zu greifen, macht sich die Regierung an unsere Rechte ran. Rentenreform, Gesundheitsreform, Arbeitsmarktreform, Energiepreise usw. Das Kapital diktiert, die Regierung setzt um.

 

Dabei geht es nicht um Sparen. Der Vorstand hat allein in den letzten beiden Jahren 7,6 Milliarden Euro an die Aktionäre ausgeschüttet, Daimler Truck 2,9 Milliarden. Die Regierung kassiert uns beim Strom ab, um ihn für die Konzerne billiger zu machen, und gibt Hunderte Milliarden für Aufrüstung aus. Dafür sollen wir immer länger arbeiten und trotzdem immer weniger Rente bekommen.

Genau richtig ist deshalb der DGB-Aktionstag am 26. September gegen die Regierung.

Die AfD wird als angebliche „Arbeiterpartei“ aufgebaut und hofiert. Tatsächlich will sie die arbeiterfeindliche Politik noch verschärfen. „Make Germany Great Again!“ bedeutet für sie: Alles, was Profitinteressen einschränkt, muss weg – Gewerkschaften, Umweltauflagen, Arbeitsschutzgesetze. Gleichzeitig wollen sie uns in verschiedene Nationalitäten und Kulturen spalten, die IG Metall zerstören und so unsere Kampfkraft schwächen. Erteilen wir den Faschisten von AfD und „Zentrum“ eine Abfuhr! Nur gemeinsam und gut organisiert sind wir stark!

 

Stärkt die IG Metall! Arbeitet mit an der „Stoßstange“!