Heilbronner Montagsdemo
Verzichten rettet keinen Arbeitsplatz!
Die Heilbronner Montagsdemo ist eng verbunden und solidarisch mit den Automobilarbeitern, besonders bei Audi Neckarsulm. Die Kundgebung am vergangenen Montag unterstrich: Der Kampf für den Erhalt aller Arbeits- und Ausbildungsplätze verdient breite Solidarität!
Die überparteiliche Montagsaktion auf dem Kiliansplatz fand einen Tag nach den Wahlen in Sachsen-Anhalt und drei Tage nach dem VW-Aufsichtsrat statt. Spürbar war eine Aufbruchstimmung im Kampf gegen die faschistische Gefahr und in der Solidarität mit den Automobilarbeitern gegen die Angriffe der Konzernvorstände.
In der Diskussion am Offenen Mikrofon wurde Klartext gesprochen: Der VW-Vorstand hat die Schließung des Werks Audi Neckarsulm keineswegs zurückgenommen. Im Gegenteil, die „Galgenfrist“ von einem Jahr dient nur dazu, dass sich jede Kollegin und jeder Kollege sein Schlupfloch suchen soll. Gleichzeitig sollen die Beschäftigten erpresst werden, längere Arbeitszeiten und weniger Lohn zu akzeptieren. Das rettet jedoch keinen Arbeits- und Ausbildungsplatz.
Dagegen steht die Richtung eines gemeinsamen Kampfs aller Automobilarbeiter, zusammen mit den Kollegen von Mercedes, BMW, Porsche usw. Der gewerkschaftliche Aktionstag am 21.9. muss zu einem Signal werden. Der Erhalt des Werks Neckarsulm betrifft nicht nur die Automobilarbeiter. Zulieferer, Selbständige, Familien, Kommunen – alle sind betroffen. Daher hielten die Montagsdemonstranten Plakate mit der Losung: „Die ganze Region steht auf!“
Die MLPD unterstützt den Kampf um jeden Arbeits- und Ausbildungsplatz auch in Verantwortung für die Jugend.