Umstellung auf Kriegswirtschaft

Umstellung auf Kriegswirtschaft

Sichere Arbeitsplätze durch Rüstung und Raketenbau?

Im VW-Werk Osnabrück sollen VW-Arbeiterinnen und -Arbeiter künftig Rüstungsaufträge für das israelische Monopol Rafael bauen. Zeitgleich mit dieser Information wurde bekannt, dass auch Porsche SE, Mutterkonzern des Volkswagen-Übermonopols in das US-Raumfahrtunternehmen Stoke Space investiert. Am Raketenbauer Isar-Aerospace ist VW/Porsche bereits seit 2021 beteiligt.

kd

Für dessen erfolgreichen Raketenstart in Norwegen gab es Glückwünsche von Bundeskanzler Friedrich Merz und dem französischen Ministerpräsidenten Macron. Die Luft- und Raumfahrtindustrie sichere „unsere Souveränität und unsere Fähigkeit zur Landes- und Bündnisverteidigung“, so Friedrich Merz.¹ Er betonte ausdrücklich den militärischen Aspekt.

 

Raketenbau dient der Kontrolle darüber, wer Satelliten in den Orbit schießt und darüber die Kommunikation, die Überwachung, die Koordinierung von Verkehrs- und Truppenbewegungen, oder gar auch militärische Aktionen steuert. Das ist in der modernen Kriegsführung unverzichtbar. Die europäischen Imperialisten wollen in enger Durchdringung mit Übermonopolen wie VW/Porsche eigenständig Krieg führen können. Nicht zuletzt bedeuten neue Raketen und Satelliten noch mehr Umweltzerstörung und Vermüllung, unter anderem des Weltraums und der Atmosphäre.

 

Bedeutet das "wenigstens" sichere Arbeitsplätze für von Entlassung bedrohte Kolleginnen und Kollegen? Ein klares Nein! In der Raketentechnologie werden nur wenige hochspezialisierte und streng nach Gesinnung ausgesuchte Arbeiter und Angestellte beschäftigt. Für die Masse der betroffenen Belegschaften nicht annähernd eine ausgleichende Perspektive für die notwendige Forderung nach Schaffung von gleichwertigen Ersatzarbeitsplätzen.

 

Viel wichtiger noch: Arbeiterinnen, Arbeiter und Angestellte wollen und dürfen ihre Arbeitskraft nicht für die Kriegsvorbereitung missbrauchen lassen. Es muss auch jedem klar sein: Rüstungsbetriebe sind bevorzugte Kriegsziele.

 

Der Kampf um den Erhalt aller Arbeits- und Ausbildungsplätze bei VW, Porsche, Mercedes und Co. muss mit dem Kampf gegen Militarisierung und den Umbau von Produktionsanlagen für Rüstung eng verbunden werden.