Talkshow-Bühne

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Tino Chrupalla und Sahra Wagenknecht bei Markus Lanz in trauter Eintracht

Der Fraktionsvorsitzende der AfD im Bundestag, Tino Chrupalla, und Sahra Wagenknecht, BSW-Gründerin, waren gestern Abend die Hauptgäste in der Talk-Show von Markus Lanz.

Chrupalla ließ seine Demagogie vom Stapel, man werde "das Land zurückholen". Ohne direkt offen von Abschiebungen zu sprechen, machte er kein Hehl aus der flüchtlings- und migrantenfeindlichen Haltung der AfD. Sahra Wagenknecht zog gegen ihre BSW-Kolleginnen und -Kollegen in Thüringen vom Leder, die ihren Austritt aus dem BSW wegen dessen offenkundiger Zusammenarbeit mit der AfD erklärt hatten. Sie stellte zugleich klar, dass das BSW sich im Landtag von Sachsen-Anhalt bei einem möglichen dritten Wahlgang enthalten werde. Das würde dem Faschisten Ulrich Siegmund den Weg zum Ministerpräsidenten frei machen. Sie wolle aber einen "überparteilichen Ministerpräsidenten". Wer das sein soll, sagte sie nicht.

 

Der Talkmaster setzte Wagenknecht mit seinen Fragen zu, dem Faschisten weniger. Er bot Chrupalla eine Bühne für seine faschistische und Wagenknecht für ihre faschistoide Argumentation und Querfrontpolitik. Beide sprachen ständig demagogisch vom »Respekt vor dem Wählerwillen«. Von Wagenknecht nichts zum faschistischen Charakter der AfD. Lanz: "Sahra Wagenknecht hat sich mal für einige Jahrzehnte als Antifaschistin aus"gegeben". Sie hat sich früher nicht nur dafür ausgegeben. Sie ist ein Beispiel dafür, dass sich die Denkweise ändern kann - auch in die falsche Richtung. Das Maximum an Abgrenzung, was sie in der gestrigen Talkshow zustandebrachte: "In der AfD gibt es Leute, die ich für gefährlich halte“.

 

Soeben berichtet das RadioNetzwerk Deutschland, dass Wagenknecht sich für Sondierungsgespräche mit der AfD in Sachsen-Anhalt ausgesprochen habe. Eine Koalitiocn wolle sie nicht. „Was wir vor der Wahl gesagt haben, gilt auch danach. Junge Parteien sollten nicht nach ihrem ersten Einzug in den Landtag in eine Regierung eintreten.“ Das Angebot der AfD für Sondierungsgespräche nehme man aber "natürlich" an: "Wir wollen über Anträge zu Themen sprechen, die BSW und AfD ähnlich sehen."