Frankfurt, Berlin, Halle, München und weitere Städte

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25.000 bei antifaschistischen Demonstrationen gestern auf den Straßen

Am Sonntag und vor allem am gestrigen Montag fanden in etlichen deutschen Städten antifaschistische Demonstrationen statt, die angesichts des Wahlergebnisses bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zum Ausdruck brachten: Jetzt erst recht, alle zusammen gegen den Faschismus!

Korrespondenz

Aus Frankfurt a. M. berichten Korrespondenten:

 

"Ein breites Bündnis hatte zum Protest gegen die AfD-Wahlergebnisse in Sachsen-Anhalt aufgerufen. 3.000 Menschen kamen auf den Römer, viele mit selbstgemachten antifaschistischen Plakaten. Sie setzten ein Zeichen gegen die AfD und der Solidarität mit den Menschen in Sachsen-Anhalt. Im Anschluss zog ein Protestmarsch durch die Innenstadt. Aufgerufen hatte das „Römerbergbündnis“, ein Zusammenschluss aus christlichen Kirchen, Gewerkschaften, Jüdischer Gemeinde und Jugendring und Omas gegen Rechts. Etliche Fahnen von Ver.di und IG Metall belegten, die Gewerkschaften sind fester Bestandteil des Protests. Plakate der MLPD „Für das Verbot der AfD“ und „Wer AfD wählt, wählt Faschismus“ trafen ins Schwarze, viele zeigten ihre Unterstützung mit „Daumen hoch“.

 

Der Frankfurter DGB-Vorsitzende Philipp Jacks forderte von der Bühne aus das AfD-Verbot, da die „AfD auch in Sachsen-Anhalt als gesichert rechtsextrem eingestuft ist“. Der Gedanke des AfD-Verbots scheint weiter an Anziehung zu gewinnen. Zufällig vorbeikommende Jugendliche waren sehr interessiert an Informationen dazu. Der Gedanke der Kundgebung war auch, den Menschen die Möglichkeit zu geben, auf die vermutlich „erschreckenden Wahlergebnisse in Sachsen-Anhalt“ zu reagieren, ihre Gefühle und Gedanken zu äußern und sie gemeinsam zu verarbeiten, um den antifaschistischen Kampf zu stärken.

 

Die ersten Hochrechnungen vom Abend mit über 44 Prozent für die AfD war für etliche ein Schock. Dem wurde aber kein Raum gegeben, sondern mit gemeinsamen Parolen der Widerstandswille gestärkt. Deutliche Worte fand der beliebte ehemalige Eintracht-Präsident Peter Fischer. Er ließ seine vorbereitete Rede stecken und sprach lieber frei. "Wir hatten das schon mal 1933, und genau dieselbe Methodik erleben wir jetzt hier wieder". Er spornte an, jetzt erst recht Widerstand gegen die AfD zu leisten. „Mit lauter Lügen wird die Wahrheit verdreht."

 

Drastisch warnt er vor einem „Dritten Reich 2.0“ und rief auf, Courage zu zeigen. Damit traf er genau die Stimmung auf dem Römerberg."

 

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