Vorwärtsgang Extra

Vorwärtsgang Extra

Jetzt erst recht: Machen wir den 21. September zum gewerkschaftlichen Streiktag!

In der heutigen neuen Extra-Ausgabe der Kollegenzeitung "Vorwärtsgang" heißt es: "Damit darf VW nicht durchkommen! Jetzt erst recht: Machen wir den 21. September zum gewerkschaftliche Streiktag!"

Die Einigung im Aufsichtsrat schon am späten Donnerstagabend war der Hammer. Wie ist das alles zu bewerten, was muss jetzt passieren?

 

Vorstand, Landes- und Bundesregierung und den mit am Tisch sitzenden Monopolverbänden saß die Angst vor unserer Reaktion im Nacken. Denn in allen Standorten diskutierten die Kolleginnen und Kollegen ernsthaft den Vorschlag der Kollegenzeitung Vorwärtsgang und der MLPD: "Ab 3.9. Mitbestimmung durch Streik!"

 

Einstimmig hat der Aufsichtsrat den Plänen des VW-Vorstands zur Arbeitsplatzvernichtung, Schließung und Steigerung der Ausbeutung im Wesentlichen zugestimmt: Bis 2030 soll die Rendite von 3,8 auf 9 Prozent steigen und aus uns herausgepresst werden.

Vernichtung von insgesamt 120.000 Arbeitsplätzen, davon die Hälfte in Deutschland

Die Pläne zur Schließung von Emden, Zwickau, Hannover und Neckarsulm sind nicht vom Tisch! Viele Fragen sollen in späteren Verhandlungen für die Standorte geklärt werden! Der Vorstand verzichtete vorerst nur auf seinen Plan, die Marke VW auszugliedern und damit die Mitbestimmung zu zerschlagen. Natürlich muss das verhindert werden. Was aber nützt uns denn eine angebliche „Mitbestimmung“, die solche Angriffe mitträgt und erst recht an den Machtverhältnissen im Kapitalismus gar nichts ändert? Echte Mitbestimmung haben wir Arbeiter nur im Streik – diese Losung, die auch der "Vorwärtsgang" seit Wochen propagiert, ist heute so aktuell wie nie!

 

Dass im Aufsichtsrat auch Kollegin Christiane Benner (IG-Metall-Vorsitzende; d. Red.), Kollegin Daniele Cavallo (VW-Konzernbetriebsrats-Vorsitzende; d. Red.) und Kollege Gröger die Hand gehoben haben, ist ein fauler Kompromiss, den wir auf keinen Fall akzeptieren können. Viele Kollegen und auch Hauptamtliche in der IG Metall sind schockiert über die Zustimmung der Gewerkschaftsvertreter und -vertreterinnen. Jetzt auszutreten, wie die faschistische Scheingewerkschaft „Zentrum e.V.“ fordert, wäre allerdings die absolut falsche Konsequenz – gerade nach dem verheerenden Ergebnis der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt!

 

Der Kampf muss gegen die Kapitalisten gerichtet werden, die ihren Generalangriff und die Steigerung der Ausbeutung durchziehen und dafür die gewerkschaftlichen Vertreter übel erpressten. Das Geschäft der Monopole betreiben auch die Faschisten.

 

Jetzt erst recht müssen wir unsere IG Metall zur Kampforganisation machen! Der gewerkschaftliche Aktionstag am 21. September muss ein branchenweiter Generalstreik aller Auto- und Zulieferer-Belegschaften werden. Dafür muss jeder einzelne von uns Verantwortung übernehmen. Die Entwicklung zeigt auch, dass die Arbeiter die Initiative nie aus der Hand geben dürfen!

 

Jetzt erst recht: Mitbestimmung durch Streik am 21. September und darüber hinaus!

 

Und am 26. September gegen die Regierungspläne! Am Samstag, dem 26. September, stehen DGB-Busse bereit, um in 15 Städten mächtige Demonstrationen der Arbeiter und der breiten Bevölkerung durchzuführen gegen die Angriffe von Merz und Co. auf unsere Arbeitszeit, unsere Renten, unsere Zukunft. Meldet euch an!