Bundesweit
Erneut Hunderttausend gegen AfD und Faschismus auf der Straße!
Am Freitag haben wir berichtet, dass seit dem 6. September mindestens 41.000 Menschen bei antifaschistischen Demonstrationen auf der Straße waren. In den letzten Tagen hat sich die antifaschistische Aktivität und Protestwelle erneut gesteigert.
In die ca. 30 sogenannten Prüfdemos, die ein Verbotsverfahren gegen die AfD verlangen, mischten sich zunehmend Demonstrantinnen und Demonstranten, die sagten: Genug geprüft! Jetzt endlich die AfD verbieten nach dem Potsdamer Abkommen!
Am gestrigen Samstag um 17 Uhr zählten Aktivisten in Berlin 32.000 Demonstranten, in Düsseldorf und Hamburg jeweils 25.000, in München 12.000, in Leipzig 5000, in Freiburg 15.000, in Heidelberg 8000 und in vielen weiteren Städten ebenfalls Tausende. Für das Anwachsen der Proteste spielte sicher eine Rolle, wie der Möchtegern-Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Ulrich Siegmund, unverfroren mit seinen offenen Abschiebeplänen mithilfe von Bundeswehr und Rüstungsindustrie präsntierte. Das ist offener völkischer Faschismus - dass dieser Mann in Regierungsverantwortung kommt, das muss verhindert werden!
Die MLPD beteiligte sich an den Demonstrationen sicht- und hörbar und überzeugend, trat für den Kampf gegen die Ausbeutungsoffensive von Staat und Monopolen ein, warb für die breite Beteiligung an den Septemberkämpfen der Arbeiterklasse und machte deutlich: "Wer AfD wählt, wählt Faschismus' und 'Für das Verbot der AfD'.
Hamburg
25.000 Menschen sind am 12.9. in Hamburg gegen die AfD auf die Straße gegangen. Ursprünglich als Prüf-Demo für ein Prüfverfahren gegen alle als rechtsextrem eingestuften Organisationen angemeldet, schlossen sich nach der Wahl in Sachsen-Anhalt über 30 Organisationen dem Aufruf an. Es kamen 5.000 Leute mehr als erwartet. Der Haupttenor war für ein Verbot der AfD und "alle zusammen gegen den Faschismus". Es gab viele selbst gemalte Schilder. Das Transparent der MLPD stieß auf große Anerkennung und wurde oft fotografiert. Es herrschte eine sehr solidarische Stimmung.
Düsseldorf
Am Samstag demonstrierten laut Veranstalter 24000 Antifaschisten gegen die AFD. Aufgerufen hatten DSSQ, der Düsseldorfer Appell und die monatliche Prüfdemo. Die Demonstranten kamen aus allen Teilen von NRW. Aus dem Sauerland war einer um 11 Uhr aufgebrochen, um rechtzeitig da zu sein. Die Teilnehmer kamen von den verschiedensten Initiativen und Parteien und vor allem viele Einzelpersonen oder Gruppen, es war eine sehr breitgefächerte Aktionseinheit.
Sie einte vor allem, dass man der AFD entgegen treten muss, der Widerstandswille gegen die faschistische Gefahr. Große Einheit bestand darin, dass die AfD verboten gehört. Es gab aber auch ein Ohnmachtsgefühl sowie Verunsicherung und offene Fragen angesichts des hohen Stimmenanteils der AfD in Sachsen-Anhalt. Dass die AFD über die Medien, insbesondere die sozialen Medien gehypt wird, sehen die meisten. Aber warum ist das so, wer steckt hinter den Medien, wer bestimmt was da kommt und warum? Es findet ein Kampf um die Denkweise statt, die kleinbürgerlich-faschistische Denkweise wird von den modernen Faschisten gezielt verbreitet. Dass die international agierenden Monopole angesichts der Rückfalls der deutschen Wirtschaft in der internationalen Vernichtungsschlacht zunehmend auf die AfD setzen, auf Reaktion, um durchregieren zu können, das sehen noch die wenigsten. Und das sie die Macht über die Medien haben. Da ist also noch viel Klärungsbedarf für den Aufbau einer antifaschistischen Einheitsfront.
Berlin
Acht Tage vor der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus sind in Berlin 32.000 Menschen unter dem Motto „Zeit, dass sich was dreht!“ auf die Straße gegangen. Auf Einladung der Initiative "Hand in Hand - Wir sind die Brandmauer" hatte ein breites Bündnis aus fast 100 Organisationen, Initiativen und Gewerkschaften zu der Sterndemonstration aufgerufen. Teil des Bündnisses waren unter anderem Hand in Hand, Fridays for Future Berlin, DGB, ver:di, Queermany, ADFC, Omas gegen Rechts, Campact, A100 wegbassen und viele weitere. Nachdem sieben thematische Demozüge mit mehreren Zwischenkundgebungen und Musikacts durch Berlin zogen, kamen die insgesamt 32.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu einer großen Abschlusskundgebung vor dem Roten Rathaus zusammen, um ein deutliches Signal gegen Faschismus und die AfD zu setzen.
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