Eins ist sicher:
Wer aus Sorge vor steigenden Preisen AfD wählt(e) – kommt vom Regen in die Traufe!
89 Prozent der AfD-Wähler in Sachsen-Anhalt stimmten bei einer infratest-dimap-Umfrage der Aussage zu: „Ich mache mir große Sorgen, dass die Preise so stark steigen, dass ich meine Rechnungen nicht bezahlen kann.“ Das ist eine sehr reale Sorge, die 70 Prozent aller Wähler teilen.
65 Prozent der Wähler, die ihre finanzielle Situation als „schlecht“ einschätzen, machten bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ihr Kreuz bei der faschistischen AfD in der Hoffnung, dass deren Politik eine Verbesserung ihrer Lebenslage bringt. Der darauf bezogene Realitäts-Check fällt dagegen schlecht aus:
Gegen die angelaufene Ausbeutungsoffensive von Monopolen und Staat macht die AfD, auch in einer Landesregierung nichts. Im Gegenteil: Alice Weidel, Co-Chefin der faschistischen AfD sieht in den „explodierenden Lohnkosten“ der VW-Arbeiter die Schuld der VW-Krise, während sie den Konzernen keine Auflagen oder Verbote machen will. Das ist ein Standpunkt aus Unternehmersicht und von Arbeiterfeinden. Folgerichtig fordert die AfD nun Sonderwirtschaftszonen für Sachsen-Anhalt. Das Besondere dieser Zonen wird sein: drastisches Senken von Umweltschutz- und Arbeitsschutzstandards, Drücken der Löhne, Entrechtung der Arbeiterinnen und Arbeiter ... also voller Kurs für die Konkurrenzfähigkeit der deutschen Monopole auf dem Rücken der Arbeiter – das ist der Kurs der arbeiterfeindlichen faschistischen AfD.
Und was haben faschistische Regierungen für die Lebenslage gebracht? Mal am Beispiel der USA unter dem Faschisten Trump, der Alice Weidel und Co feiert: Auch er war wie die AfD angetreten mit dem Versprechen, die Inflation schlagartig auf Null zu setzen und die Lebenslage der Menschen zu verbessern. Wie sind die Fakten?
Von April 2025, als Donald Trump Präsident wurde, bis Dezember 2025, wurden bereits 77.000 Arbeitsplätze in der Industrieproduktion vernichtet. Das geht jetzt durch seine Zollpolitik rasant weiter.
Die offizielle Arbeitslosigkeit stieg von 3,5 Prozent in 2019 auf dauerhaft zwischen 4,1 und 4,4 Prozent. Einen neuen Job zu finden, dauert immer länger.
Das Yale-Budget-Lab berechnete im November 2025 die Mehrkosten für einen durchschnittlichen Haushalt bei knapp 1.500 Dollar im Jahr, Tendenz steigend. Konkrete Beispiele: Reinigungsmittel und Toilettenpapier plus 5 Prozent, Einrichtungsgegenstände plus 8 Prozent und Kleidung plus 14 Prozent. In Bundesstaaten oder Städten wie New York oder Kalifornien kann ein einzelnes Ei zeitweise 1 US-Dollar oder mehr kosten.
Die Energiekosten der Haushalte stiegen bis August 2026 um 15 Prozent. Der Spritpreis steigt von Januar bis August 2026 um mehr als 35 Prozent.
70 Prozent der US-Amerikaner rechnen damit, dass ihre Lage 2026 noch schwieriger wird. Wie recht sie haben. Das nährt in den USA zunehmend Protest und Widerstand.
Also: Auch was die Lebenslage angeht, nicht erst in die faschistische Traufe fallen und dann ernüchtert auftauchen! Die MLPD fördert den direkten Weg: Jetzt die Illusionen überwinden und den Kampf gegen das Ausbeutersystem Kapitalismus entwickeln und stärken sowie den Faschismus verhindern.
Hinweis der Redaktion: Die Rote Fahne hat in ihrer Ausgabe 18/26 an verschiedenen realen Fällen vorgerechnet, was die anlaufende Ausbeutungsoffensive von Monopolen und Staat für die Menschen im Land im Geldbeutel bedeutet. Das Rote Fahne-Magazin kann hier im Probe-Abo bestellt werden