Leserbrief
Noch einmal zum Antikriegstag
Am 3. September veröffentlichten wir auf Rote Fahne News unter der Überschrift "Antikriegstag 2026: Nicht viel mehr, aber mehr jüngere Friedenskämpfer" einen zusammenfassenden Artikel zu den Antikriegstagsaktivitäten in Deutschland. Aus Saarbrücken erhielten wir dazu diesen Leserbrief:
Liebe Freunde, Eure Gesamteinschätzung zum Antikriegstag habe ich echt interessiert gelesen und teile sie in vieler Hinsicht, vor allem in Bezug auf die Jugendlichen und den Zusammenhang, dass es noch keine Massenbewegung ist aus den genannten Gründen. Bei uns im Saarland / Völklingen waren es allerdings diesmal zehn Mal soviele Teilnehmerinnen und Teilnehner wie vor zwei Jahren und mehr als doppelt so viele wie letztes Jahr. Ihr schreibt ja auch von der gemeinschaftlichen Arbeit in Aktionseinheiten. Das braucht Zeit und Klarheit.
Kurz eine kleine Korrektur hier: Es gab keine Rednerin der MLPD, sondern es hat Rolf Tickert von der MLPD gesprochen.
Schön wäre, wenn die Formulierungen in den Berichten nicht nur treffend wären, sondern auch immer wieder neue treffende Ausdrücke, Wörter und Begriffe verwendet bzw zitiert würden in Berichten, damit es den Lesern nicht langweilig wird. Konkret bei der Rede des MLPD-Vertreters war es seine Charakterisierung einer 'weltweiten vorrevolutionären Gärung', die die Zuhörer und Zuhörerinnen sichtlich überrascht aufnahmen in Völklingen. Eine solche Einschätzung sind die meisten Friedenskämpfer nicht gewohnt und sie löst auch Widerspruch aus. Gut so - nun ist es es auch auf dem Markt in Völklingen 'in der Welt' und kann geklärt werden.
Der Autor des Artikels antwortet
Vielen Dank für diesen Leserbrief, dem man nur zustimmen kann. Es ist natürlich sehr schön, dass in Völklingen die Teilnehmerzahlen sich so positiv entwickeln und mit Sicherheit hat das seine Grundlage in einer guten Bündnis- und Aktionseinheits-Politik. Das haben wir so auch in anderen Städten beobachtet. Die Hinweise zu den Formulierungen sind sehr wichtig. Es ist für die Menschen sehr hilfreich, wenn wir so wie es in Völklingen passiert ist, unsere Einschätzungen und Qualifizierungen zur Diskussion stellen. Das soll sich dann in Zukunft auch viel besser in Berichten widerspiegeln, weil es eine Anleitung ist, wie man solche Diskussionen führt. Noch mal vielen Dank und schöne Grüße ins Saarland!