U 18 – WAHL IN SACHSEN-ANHALT

U 18 – WAHL IN SACHSEN-ANHALT

Bei Jugendlichen kommt die Linkspartei weit vor der AfD

Von Jugendverbänden, Schulen und Jugendclubs wurde in Sachsen-Anhalt die „U18-Landtagswahl“ organisiert. Dabei zeigte sich, dass die Mehrheit der Jugendlichen links wählt und sich viele nicht auf die „großen Parteien“ festlegen lassen.

dw / fu
Bei Jugendlichen kommt die Linkspartei weit vor der AfD
Jugendliche in Sachsen-Anhalt sind dem Wahlergebnis nach in der großen Mehrheit nicht von der AfD beeinflusst. (Bild: Devansh Shah, Lizenz: Pexels)

Das Ergebnis: Die Partei „DIE LINKE“ erreichte mit 31 Prozent Platz 1. Die AfD rutschte ab auf 22,1 Prozent. Danach folgen die Grünen mit 12,7 Prozent, die SPD mit 8,7 Prozent und die CDU mit 6,6 Prozent.

 

Insgesamt 18,8 Prozent entfielen auf weitere Parteien. Es haben sich 3132 Kinder und Jugendliche beteiligt. Die Jugend wird zunehmend politischer, Linkstrend und Zustimmung zur faschistischen AfD liegen im Kampf. Direkte Diskussion ist Trumpf und führt zu Ergebnissen. Die Umfrageergebnisse der AfD gehen insgesamt zurück. Die CDU, die 2021 noch stärkste Partei war, ist quasi vernichtet worden.

 

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Der Abstand der Linkspartei in der Gunst der Jungwähler vor der AfD ist beträchtlich; fast anderthalb mal so viele Jugendlichen wählten die Linkspartei, als die AfD. Dazu muss man noch beachten, dass auch die Grünen und die SPD von vielen Menschen weiterhin als fortschrittlich betrachtet werden – beachtet man das, kommen die relativ fortschrittlichen Parteien alleine auf über 50 Prozent der Stimmen.

 

Dass die Jugend bereit ist, Neues auszuprobieren, belegt, dass sich 18,8 Prozent der Jugendlichen nicht bei ihrer Wahl auf die im Bundestag vertretenen Parteien beschränkt haben. Das sind nicht viel weniger als diejenigen, die sich haben von der AfD täuschen lassen. Auffällig: Auch hier sind real oder wahrgenommen fortschrittliche Parteien stark vertreten, so kommt die Tierschutzpartei auf 3,33 Prozent und liegt damit vor Volt mit 2,84 und der Tierschutzallianz mit 2,24 Prozent. Bei den „Sonstigen“ hatte nur die FDP ein besseres Ergebnis erzielt.