VW

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Aufruf zum Streik in allen VW-Werken hat besondere historische Dimension

Ein Blick zurück in die jüngere Geschichte des Klassenkampfs in Deutschland ist aufschlussreich.

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Die Novemberrevolution 1918, die den Ersten Weltkrieg beendete, war maßgeblich von den Arbeiterinnen und Arbeitern des DMV, des Deutschen Metallarbeiterverbands, der Vorläuferorganisation der heutigen IG Metall getragen, konzentriert in der Reichshauptstadt Berlin. Eine der ersten Terroraktionen der Hitler-Faschisten war, am 2. Mai 1933 die Gewerkschaften und vor allem den DMV zu zerschlagen.

 

Die Maßnahme, eingeleitet vom US-Militär nach 1949, dem Land Niedersachsen 20 Prozent Eigentum am VW-Konzern zuzuschreiben, sollte eine Art der „Wiedergutmachung“ gegenüber dem DMV/IGM sein. Allerdings nur scheinbar, denn das 20-Prozent-VW-Paket landete nicht bei der westdeutschen IGM, sondern beim Land Niedersachsen, lange Zeit SPD-geführt. Dieses Bundesland war natürlich Teil des durch die Westmächte wieder eingerichteten neudeutschen Imperialismus als Teilstaat.

 

Der aktuelle VW-Vorstandskurs zur Zerschlagung von vier deutschen VW-Werken ist also auch aus dieser historischen Sicht eine schamlose Provokation der Arbeiterbewegung, die energisch zu Fall gebracht werden muss.

 

Pikant vielleicht, dass der derzeitige VW-Vorstandsvorsitzende Dr. Oliver Blume seinen Doktortitel wo erworben hat? 2001 an der Tongji-Universität Shanghai¹