Kampftag gegen Faschismus und Weltkriegsgefahr
Weg mit der Strafanzeige gegen den Anmelder der Demonstration am 8. Mai in Essen
Am 8. Mai fand in Essen anlässlich des Kampftages gegen Faschismus und Weltkriegsvorbereitung eine beeindruckende Demonstration des Internationalistischen Bündnisses statt.¹
"Unter dem Motto: ‚8. Mai ist Tag der Befreiung! Gegen Faschismus und Weltkriegsvorbereitung auf die Straße! Kampf der Preisexplosion! Stoppt die Abwälzung der Kriegslasten auf die Bevölkerung!' hatte das Internationalistische Bündnis zu der Demo aufgerufen. Um die 600 Teilnehmerinnen und Teilnehmer schlossen sich ihr an, am Straßenrand und aus vielen Fenstern applaudierten zusätzlich viele Menschen. … Diese bemerkenswerte Qualität von Kampfdemonstration hatte erwartungsgemäß noch keinen Massencharakter. Aber sie wird ihre Wirkung auf kommende Kämpfe nicht verfehlen und diese Qualität wird auch eine neue Quantität hervorbringen. Bei der Zwischenkundgebung haben sich bereits ganze Cliquen von Jugendlichen voller Begeisterung angeschlossen und eine junge Frau am Mikrofon sagte: 'Macht weiter so!'"
Dem Versammlungsleiter, Horst Dotten, wird nun vorgeworfen, angeblich gegen die versammlungsrechtlichen Auflagen verstoßen zu haben, weil er eine Zwischenkundgebung auf dem Berliner Platz nach mehrmaliger Aufforderung der Polizei nicht beendet habe, um weiter zu marschieren. Eine Zwischenkundgebung ist aber während einer Demonstration erlaubt. Dass diese eine gute halbe Stunde dauerte, lag an bewegenden Beiträgen von Betriebsarbeiterinnen und Betriebsarbeitern, Frauen und Jugendlichen, Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Organisationen zum notwendigen bedeutenden Kampf gegen die faschistische Gefahr in Deutschland und gegen die Weltkriegsvorbereitung weltweit.
Unter den Autofahrern gab es auch zustimmende Beiträge, als ihnen klar wurde, welches Anliegen die Demonstration hatte. Als ein Rettungswagen durchfahren musste, sorgte die Demonstrationsleitung dafür, dass er ungehindert durchfahren konnte.
Weg mit der Strafanzeige gegen den Versammlungsleiter!
Das Ermittlungsverfahren gegen Horst Dotten muss eingestellt werden!
Solidaritätsadressen können an die Rote Fahne Redaktion gesendet werden.