Gründe genug

Gründe genug

Warum der 21.9. auch für die Stahlarbeiter ein Streiktag ist

Die Stahlindustrie ist einer der wichtigsten Zulieferer der Autoindustrie. Die Kapitalvernichtung bei TKSE durch die Senkung der Produktionskapazitäten um zwei Mio. Jahrestonnen ist unter anderem eine Folge der Vernichtungsschlacht auf dem Automobilweltmarkt.

Von gp
Warum der 21.9. auch für die Stahlarbeiter ein Streiktag ist
Kundgebung am 14. April vor dem Duisburger Arbeitsgericht, wo die Klage des Betriebsrats Markus Stockert gegen TKSE verhandelt wurde (rf-foto)

Darauf reagiert z. B. VW mit der Schließung von fünf Werken in China und plant die Schließung von vier hochmodernen Werken in Deutschland. Das unterstreicht die enge Verflechtung der Stahl- mit der Auto- und Zulieferindustrie. Zwischen den Belegschaften gibt es vielfältige solidarische Verbindungen. Erinnert sei an den Besuch einer Delegation von Stahlarbeitern von TKSE aus Duisburg im Dezember 2024 in Wolfsburg als Ausdruck der Solidarität mit dem Kampf der VW-Belegschaften unter anderem gegen die Vernichtung von 35 000 Arbeitsplätzen.

 

260830 Logo Ausbeutersystem

 

Die Kolleginnen und Kollegen bei TKSE haben Gründe genug, den Aktionstag am 21.9. zu einem Streiktag zu machen. Denn der Vorstand drängt auf die Umsetzung des Sanierungstarifvertrags. Das betrifft vor allem die Zusammenlegung von Abteilungen, die Ausgliederung, Auflösung von Abteilungen und – der Hammer – die generelle Vernichtung von 18 Prozent der Arbeitsplätze in der Produktion.

 

Dazu ein Kollege aus dem Walzwerk: „Wie soll das gehen? Du reißt dir jetzt schon den A… auf, weil hinten und vorne Stellen nicht besetzt sind. Das geht auf die Knochen und die Psyche! Wäre das bekannt gewesen, ich glaube die große Mehrheit hätte bei Abstimmung über den Sanierungstarifvertrag mit Nein gestimmt!“

 

Deshalb: Machen wir den gewerkschaftlichen Aktionstag am 21.9. zu einem gemeinsamen Streiktag der Automobil- und Zulieferbetriebe einschließlich der Stahlbelegschaften!