VW

VW

VW: Der Eiertanz des Oliver Blume um Werkschließungen

Oliver Blume vollführte auf den Betriebsversammlungen der von Schließung bedrohten VW-Werke Emden und Zwickau einen regelrechten Eiertanz. Einerseits sagte er, es sei ja noch nicht beschlossen, andererseits könne er Werkschließungen aber auch nicht ausschließen. Zu Recht wurde er dafür ausgepfiffen. Es geht dabei um die Existenz Zigtausender Menschen und ihrer Familien, nicht nur bei VW. Solche Schließungen wären eine Katastrophe für die ganze Region. In die Werke waren ja erst 2,5 Milliarden Euro investiert worden als Vorzeigebetriebe der E-Mobilproduktion.

Von har

Oliver Blume will auf jeden Fall Produktionskapazitäten für 2 Millionen Autos vernichten, um die Auslastung der anderen Werke und damit den Gewinn zu erhöhen. Emden und Zwickau zusammen haben eine Produktionskapazität von etwas über einer halben Million, ein Viertel der angestrebten Zahl. Damit ist die Richtung klar.

 

Es ist der Irrsinn kapitalistischer Produktion, dass in der Spekulation auf mehr Weltmarktanteile Milliarden investiert werden, mit massiver Unterstützung durch Steuergelder aus unserer Tasche. Und wenn es dann nicht funktioniert, wird alles wieder vernichtet, wie auch bei dem Aktienpaket von Northvolt oder dem jetzigen Stopp der Softwareentwicklung bei Cariad, in die von VW schon 14 Milliarden Euro gesteckt wurden. Da predigt uns der Milliardenvernichter Oliver Blume von notwendigem Sparen, von Kostensenkung. Diese kapitalistische Profitmacherei ist für uns kein Maßstab. Im Kampf um Maximalprofite und Weltmarktführerschaft – in der Vernichtungsschlacht der Monopole – ist es gesetzmäßig, dass die Kapitalisten so handeln, wie sie handeln. Das ist systemimmanent.

 

Mit seiner Verweigerung klarer Aussagen will der VW-Chef nur eines erreichen: Die Beschäftigten sollen erst einmal wieder abwarten. Nein, da gibt es nichts mehr abzuwarten. Wenn gestreikt wird, dann sind wir am Drücker.