Bruttoinlandsprodukt leicht gewachsen

Bruttoinlandsprodukt leicht gewachsen

Staatliche Investitionen wachsen – die Schulden auch

Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland wuchs im 2. Quartal 2026 leicht um 0,3 Prozent zum Vorquartal und um 1,0 Prozent zum Vorjahr.

Zuschrift

Getragen wurde das vor allem von steigenden Exporten (+2,0 Prozent zum Vorquartal), insbesondere in die EU. Die Produktion im Produzierenden Gewerbe ist im Juni 2026 um 0,2 Prozent gegenüber Mai gestiegen, lag aber 0,1 Prozent unter dem Vorjahresmonat.

 

Die Bruttoanlageinvestitionen sanken erneut um 0,2 Prozent. Die staatlichen Mehrinvestitionen in Infrastruktur und Rüstung konnten das Minus der privaten Investitionen nicht ausgleichen. Die privaten Investitionen schrumpfen seit 2023. Die staatlichen Investitionen ziehen weiter an: 2025 lagen sie mit +12,3 Prozent so hoch wie seit 2000 nicht mehr, die staatlichen Ausrüstungsinvestitionen stiegen sogar um 47,7 Prozent – vor allem Waffen und Bundeswehr-Beschaffung. Im 1. Quartal 2026 stiegen die staatlichen Ausrüstungsinvestitionen um weitere 10,7 Prozent zum Vorjahr.

 

Das Defizit der öffentlichen Haushalte stieg dafür im ersten Halbjahr 2026 erheblich, auf 71,3 Milliarden Euro. Das waren 36,6 Milliarden Euro mehr als im Vorjahr.

 

Im modernen Kapitalismus ist der Staat Dienstleister der Monopole. Im Sinne der Monopole investiert er in Rüstung und Infrastruktur, finanziert über höhere Schulden. Die Kosten trägt die gesamte Gesellschaft – über Zinsen und Kürzungen zulasten der Massen. Und die Gefahr von Staatspleiten wächst.