70 Jahre KPD-Verbot – Gib Antikommunismus keine Chance!
Redebeitrag von Gabi Fechtner
Gabi Fechtner, Parteivorsitzende der Marxistisch-Leninistischen Partei Deutschlands hielt am 23. August als eine von 11 Podiumsteilnehmern auf der Veranstaltung "70 Jahre KPD-Verbot – Gib Antikommunismus keine Chance!" einen Redebeitrag, den wir hier in Auszügen veröffentlichen und der am Ende auch komplett abgerufen werden kann:
... Heute befinden wir uns in einem weltweiten vorrevolutionären Gärungsprozess. Die weltweiten Streiks und Kämpfe, die Kapitalismuskritik stärken sich. Das Interesse am Sozialismus wächst. Der aktuelle Verfassungsschutzbericht stellt zur Entwicklung unter der Jugend erschrocken fest: »Anziehend ist vor allem eine alte Ideologie, die neu aufbereitet wird: Der Marxismus-Leninismus.« Diese Entwicklung geht mit einem entfalteten Kampf um die Denkweise einher. Denn zugleich wurden die kleinbürgerlich-antikommunistische und die kleinbürgerlich-faschistische Denkweise zum Haupthemmnis für das Klassenbewusstsein. Die modernen Faschisten der AfD bezeichnen gescheiterte Konzepte bürgerlicher Politiker als sozialistisch, verbreitet dass der Sozialismus nur zu Verbrechen führe und deshalb die Alternative rechts zu suchen sei. Der Antikommunismus rollt dem Faschismus den roten Teppich aus. Die bürgerlichen Parteien und kleinbürgerlichen Kräfte, die selbst in den letzten Jahrzehnten den Hauptstoß gegen Marxisten-Leninismus richteten, haben daran gehörigen Anteil. ...
Das KPD Verbot wurde sowohl von Staat als auch von Monopolen betrieben. ... Aus allen diesen Gründen ist von grundlegender Bedeutung, dass wir die Bewegung »Gib‘ Antikommunismus keine Chance« mit Veranstaltungen wie heute stärken. Auch heute muss der Stoß gegen Staat und Monopole gerichtet werden....
Grundlegend ist, zwischen dem modernen Antikommunismus als Ideologie und seinen Trägern und der kleinbürgerlich-antikommunistischen Denkweise zu unterscheiden, wie sie unter den Massen auftritt. Der moderne Antikommunismus ist eine bürgerliche Ideologie, die als Reaktion auf die proletarische Weltanschauung entstand. Unter den Massen tritt der moderne Antikommunismus als Wirkung der kleinbürgerlich-antikommunistischen Denkweise auf. Sie schürt vor allem über Gefühle diffuse Vorbehalte gegen den wissenschaftlichen Sozialismus oder die Zusammenarbeit mit Marxisten-Leninisten. Sie macht sich dafür die kleinbürgerliche Denkweise zu Nutze, etwa die egoistische oder individualistische Denkweise, um Ängste, zum Beispiel was einem da weggenommen wird oder passieren könnte zu schüren. Während wir die Träger des Antikommunismus attackieren und isolieren, gilt es den Massen zu helfen, mit seiner Wirkung fertigzuwerden. ..."