AfD-Jugendorganisation
Offener reaktionärer Faschismus: Kongress der "Generation Deutschland" in Magdeburg
Krasser könnte der Gegensatz nicht sein: Auf Straßen und Plätzen in Magdeburg gestern ein überzeugender antifaschistischer Aktionstag mit Kundgebung, Demonstrationen, Kurzreden, Argumenten und hunderten Gesprächen gegen die Wahl der AfD nächsten Sonntag und für den echten Sozialismus.
Dieser Höhepunkt der antifaschistischen Überzeugungsarbeit der MLPD und weiterer Aktivisten brachte das Denken vieler Menschen in Bewegung. Von Menschen, die von der kleinbürgerlich-faschistischen Denkweise beeinflusst sind. Aber auch von Menschen, die voller Sympathie und Aufgeschlossenheit gegenüber dieser Arbeit sind und die Auseinandersetzung suchen - über den Kampf gegen die Ausbeutungsoffensive von Monopolen und Staat, über die Arbeiteroffensive, über den echten Sozialismus.
Hier der fortlaufende Bericht von gestern inkl. Resümee.
Und im gleichen Magdeburg eine unsägliche faschistische Versammlung der sogenannten "Generation Deutschland", der erste Bundeskongress der unter neuem Namen wiedergegründeten Jugendorganisation der AfD. Die ganze Veranstaltung unterstrich einmal mehr, dass eine Regierungsübernahme durch diese Leute in Sachsen-Anhalt verhindert werden muss!
AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund, korrupt bis auf die Knochen, hält die Wahl in Sachsen-Anhalt für den "ersten Schritt" auf dem Weg zur Regierungsbeteiligung bzw. -übernahme in ganze Deutschland. Florian Ruß, GD-Bundesvorstandsmitglied, besaß die Frechheit, den Begriff Widerstand völlig zu verdrehen. Widerstand hat in der Bevölkerung eine positive Tradition, nicht zuletzt wegen des Widerstands gegen den Hitlerfaschismus. Unter einer AfD-Landesregierung werde Magdeburg die "Stadt des Widerstands" in Deutschland werden, so Ruß. Und meinte damit die völkische Ideologie und den Kampf gegen alles Linke.
Während in der "Mutterpartei" der "Generation Deutschland" vom ultrareaktionären Kampfbegriff "Remigration" aus Imagegründen Abstand genommen wird, wurde er in den Reden des gestrigen Bundeskongresses unumwunden gebraucht. GD-Chef Hohm forderte die millionenfache Rückführung von zugewanderten Menschen. "Deutschland muss das Land der Deutschen bleiben, dieser Grundsatz ist nicht verhandelbar", sagte er. "Millionen sind gegen unseren Willen, gegen Recht und Gesetz, gegen jede Vernunft in dieses Land gekommen. Millionen müssen dieses Land wieder verlassen." Der AfD-Europaabgeordnete René Aust ging in Magdeburg so weit, "Remigration" auf gesamteuropäischer Ebene zu fordern: Nötig sei nicht nur "Remigration, sondern europaweite Remigration". Beim antifaschistischen Aktionstag in Magdeburg sprachen Flüchtlinge und Migranten nicht umsonst von ihren Ängsten vor einer möglichen AfD-Regierung und bedankten sich gleichzeitig für Solidarität und eine fortschrittliche Flüchtlingspolitik.
Deutlich wurde einmal mehr: Der Antikommunismus ist der Kern des Faschismus. "Verkommene linke Zustände" herrschten in Deutschland, ein Land voller "Verfassungsfeinde", die nicht wüssten, "was gut ist und was deutsch ist".
Wir werden besonders in der kommenden Woche, aber auch nach der Wahl fortfahren mit dem "Dreiklang der Überzeugungsarbeit":
- Erstens antifaschistisch – „Wer AfD wählt, wählt Faschismus!“
- Zweitens der Kampf gegen die Ausbeutung durch Monopole und Regierung: Werksschließungen, Sozialkahlschlag, Abwälzung der Krise auf die Arbeiterfamilien in Halle, Magdeburg und den Plattenbaugebieten. Das beinhaltet klare Kritik an Regierung und anderen Monopolparteien.
- Drittens die Perspektive: Make Socialism great again! Echter Sozialismus ist keine Nostalgie, sondern die Antwort auf die zunehmenden Krisen des Kapitalismus und die Suche nach einer Alternative.