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Für die Wettbewerbsfähigkeit von VW in den sauren Apfel beißen?

Für VW-Chef Oliver Blume ist die „Senkung der Kosten“ durch das „Performance-Programm“ die „zwingende Voraussetzung“, um die „Wettbewerbsfähigkeit der Marke Volkswagen“ wiederherzustellen. Das Gerede von der notwendigen „Wettbewerbsfähigkeit“ ihrer Konzerne wird den Arbeitern überall in der Welt von all ihren Chefs um die Ohren gehauen. Sämtliche den Belegschaften in Deutschland schon seit Jahrzehnten aufgetischten „Zukunftsprogramme“ haben immer durch Arbeitsplatzvernichtung und/oder Lohnverzicht drastisch die Ausbeutung verschärft.

Von har

Diese Programme sollten angeblich die restlichen Arbeitsplätze dauerhaft sichern. Sie haben aber immer nur die nächste Runde des internationalen Konkurrenzkampfes eingeleitet. Dadurch wurde die Wettbewerbsfähigkeit aber erneut infrage gestellt. Dann wurden neue „Fit-for-Future“-Programme aufgelegt. Das ist eine Spirale ohne Ende, der sich alle Arbeiter überall auf der Welt unterwerfen sollen.


Kein Arbeiter hat durch den Verzicht für die „Wettbewerbsfähigkeit“ aber irgendetwas zu gewinnen. BYD und andere chinesische Hersteller führen den „Wettbewerb“ der Autogiganten gerade an. Gut für die Arbeiter in China? Wohl kaum! Sie schufteten bis Mitte 2025 sechs Tage die Woche jeweils zwölf Stunden. Dabei verdienten sie vor allem mit darin enthaltenen Überstunden-Zuschlägen rund 650 Euro im Monat. Ihre Jobs und Löhne waren trotzdem nicht sicher. Denn BYD sitzt seit Frühjahr 2025 auf Hunderttausenden unverkauften Autos. Um die Profite trotzdem zu sichern, wurde im Juni 2025 durch ein „Effizienzprogramm“ ein striktes Vier-Schicht-System ohne Überstunden eingeführt. Die Chefs senkten dadurch für ihre „Wettbewerbsfähigkeit“ die Löhne auf unter 400 Euro. Massenhaft mussten Arbeiter daraufhin selbst kündigen, da sie davon nicht mehr leben konnten. Auch bei BYD kämpfen die Arbeiter gegen die Ausbeutungsschraube. Im Werk in Xi‘an traten z. B. die Arbeiter am 5. Februar gegen eine weitere drastische Kürzung von Stücklohnprämien in den Streik.

 

Der „Wettbewerb“ der Kapitalisten ist in Wirklichkeit eine gegenseitige Vernichtungsschlacht. Es geht ihnen nur darum, wer seine Belegschaften am effektivsten ausbeutet, die meisten staatlichen Subventionen abgreift und am rücksichtslosesten die Umwelt zerstört. Kommt der eine durch, zieht der nächste die Schrauben an. Schluss mit dieser Spirale nach unten! Wir müssen diese ganze Kapitalisten-Logik ablehnen und über alle Betriebs- und Ländergrenzen mit den Kollegen in China und auf der ganzen Welt zusammen kämpfen.