Ludwigshafen
Demonstration des DGB
Am 22.08. hatte der DGB mit seinen Gewerkschaften Verdi, IGBCE, IG-Metall und NGG eine Demonstration mit über 1000 Teilnehmern durchgeführt. Das war die größte gewerkschaftliche Demonstration seit Jahren in Ludwigshafen. Das Motto war „Rote Karte dem Kahlschlag!“
Es waren Arbeiter und Angestellte aus den Industriebetrieben und der Pflege von Mannheim, Ludwigshafen und dem Rhein-Pfalz-Kreis dabei. Unterstützt wurde die Demo mit Fahnen von den Parteien Die Linke, Grüne und MLPD, dazu die Jusos und der REBELL-Rhein-Neckar, sowie einen Block der Antifa. Start- und Endpunkt der Demo war der „Berliner Platz“.
Im Anschluss der Demo gab es eine Schlusskundgebung, mit vier Rednern: Susanne Wingertzahn/Vorsitzende des DGB Rheinland-Pfalz/Saarland; Sinischa Harvat/Betriebsratsvorsitzender der BASF; Chris Ludwig/Sprecherin des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Vorderpfalz und eine Sprecherin von Ver.di. Inhaltlich wurde hauptsächlich der Abbau sozialer Errungenschaften durch die Bundesregierung angegriffen. Sinischa Harvat kritisiere u.a., dass bei BASF die Auszubilden nicht mehr übernommen würden. Die Stimmung war kämpferisch. Aber es waren noch wenig Jugendliche dabei. Die jungen Teilnehmer aus Die Linke, Antifa und REBELL tauschten sich gegenseitig über ihre nächsten Veranstaltungen aus – darunter die Gaza AG des REBELL-Rhein-Neckar.
Am Schluss der Kundgebung orientierte der DGB auf die nächste große Demo in Saarbrücken am 26.09.26, die im Rahmen eines bundesweiten Aktionstages stattfinden wird. Hier wird eine Anfahrt mit Bussen organisiert.
Insgesamt zeigte die Demonstration deutlich, dass auch in der Rhein-Pfalz immer mehr Menschen die zunehmenden Angriffe auf ihre Lebensgrundlagen nicht mehr einfach hinnehmen wollen und sich zu wehren beginnen.