Sachsen-Anhalt

Sachsen-Anhalt

Worüber die AfD spricht und worüber sie nicht spricht – Kurzvideos

Unter der gemeinsamen Überschrift "Worüber die AfD (im Wahlkampf) spricht und worüber sie nicht spricht" entsteht aktuell eine Reihe von Kurzvideos.

Von einem Korrespondenten aus Sachsen-Anhalt
Worüber die AfD spricht und worüber sie nicht spricht – Kurzvideos

Die Idee zu diesen Filmen entstand nach einem Interview mit Ulrich Siegmund, dem Spitzenkandidaten der AfD zur Prime Time im MDR-Fernsehen. "Die Redakteurin war ehrlich bemüht, den aus der RTL-Soap ‚Tüll und Tränen‘ bekannten AfD-Mann zu entzaubern", erzählt Jörg Weidemann. Er ist Landesvorsitzender der MLPD und auf seinem YouTube-Kanal erscheinen die ein- bis zweiminütigen Filme.


Der AfD-Frontmann wird darin konsequent Siegesmund Ulrich genannt. "Siegesmund passt einfach besser zu dem Marketing-Fachmann, der seine Bachelorarbeit darüber geschrieben hat, wie man mit bestimmten Duftnoten ein positives Kaufverhalten fördern kann. Das Vorhaben der MDR-Redakteurin war gut gemeint, ging aber nach hinten los. Zum einen ist es überhaupt nicht einzusehen, den modernen Faschisten hier eine Plattform zu liefern. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk hat eigentlich gemäß dem Potsdamer Abkommen einen antifaschistischen Bildungsauftrag, dem er hier in keiner Weise nachkommt", ärgert sich Jörg Weidemann.


Zudem hat die Redakteurin mit Siegesmund nur über das gesprochen, worüber er die ganze Zeit spricht, z. B. kriminelle Ausländer. Ihre Fragen waren kritisch gemeint, lieferten ihm aber jeweils die Vorlage, seine braune Soße gut duftend auszugießen. Hier entstand die Idee, sich auch einmal damit auseinanderzusetzen, worüber die AfD lieber nicht spricht. Statt sich von ihr Takt und Themen diktieren zu lassen, ist es oft interessanter, über die wirklichen Probleme der Bevölkerung zu sprechen und was die AfD dazu sagt. In der Regel nämlich nichts.


So verrät die AfD ja nicht, dass sie mit den beiden aktuell sicher tödlichsten Ausländern, Putin und Trump, bestens befreundet ist, gleichzeitig aber Flüchtlinge, die ohne Ticket die Straßenbahn nutzen, ohne mit der Wimper zu zucken an Terrorregime abschieben möchte.


Die ersten beiden Folgen der Serie befassen sich mit Kindern im Straßenverkehr und mit Gewalt an Frauen.


Hier geht es zu Folge eins.


Hier geht es zu Folge zwei.