Trump - Ein Faschist in der Krise

Trump - Ein Faschist in der Krise

"Aufstieg oder Fall: wer trägt die Spesen?"

So die aktuelle Schlagzeile auf Seite 2 der Esslinger Zeitung. Darin heißt es: „Wenn es etwas gibt, das Donald Trump nicht leiden kann, dann ist es das Verlierer-Image.“

Leserbrief aus Esslingen

Zu Beginn seiner zweiten Amtszeit hatte er versprochen: „Unter ihm werde das amerikanische Volk so viel gewinnen, dass man es gar nicht mehr ertragen könne.“ Inzwischen gehen die Lebenshaltungskosten durch die Decke, der Krieg gegen den Iran entwickelt sich zum Desaster, die Straße von Hormus ist im Gegensatz zu vor dem Krieg praktisch unpassierbar. Nebenbei: katastrophale Zustände auf dem Flugzeugträger Abraham Lincoln. Der musste aufgrund der Proteste der Besatzung zurück in die USA beordert werden. Die Verbündeten in Südkorea werden vor den Kopf gestoßen durch Trumps Freundschaftsbekundungen an den Diktator Kim Jong-un, der ständig mit seinen Atomwaffen herumfuchtelt. Die Widersprüche in Trumps eigenem Lager wachsen. Die Umfragewerte sind im Keller. Trumps Hoffnung auf eine sowieso illegale 3. Amtszeit zerbröckeln. Auch die Hoffnungen auf den Friedensnobelpreis sinken zusehends.

 

Besonders brisant: Die Staatsverschuldung erreichte in dieser Woche die Rekordmarke von 40 Billionen Dollar. Trump, der einst versprochen hatte, die Staatsschulden zu halbieren, ist auf dem Weg zum Schuldenkönig. Die Einschätzung der amerikanischen Finanzexperten: „Umwälzungen durch künstliche Intelligenz, eine Rezession, ein globaler Krieg oder eine Vielzahl anderer Ereignisse könnten uns schnell über die Kante stoßen – von einer Herausforderung hin zu einer ausgewachsenen Krise.“

 

Der Artikel kommt zu dem Schluss: „Schlechte Nachrichten für Trump: Viel deutet darauf hin, dass sich alles zu einer Art perfektem Sturm zusammenbraut…“

 

Gedankensprung: Bert Brecht und Hanns Eisler würden in dieser Situation vielleicht die wunderschöne, proletarisch-optimistische Ballade vom Wasserrad (der auch der Titel des Leserbriefs entstammt) anstimmen, verbunden mit einem Gruß an die amerikanische und internationale Arbeiterklasse. Darin heißt es:

 

„Und sie schlagen sich die Köpfe
blutig, raufend um die Beute
nennen andre gierige Tröpfe
und sich selber gute Leute.
Unaufhörlich sehn wir sie einander grollen
und bekämpfen. Einzig und alleinig
Wenn wir sie nicht mehr ernähren wollen
Sind sie sich auf einmal völlig einig.

 

Denn dann dreht das Rad sich nicht mehr weiter
Und das heitre Spiel, es unterbleibt
Wenn das Wasser endlich mit befreiter
Stärke seine eigne Sach' betreibt.“

 

Auf YouTube dutzende von unterschiedlichen Versionen des Songs - hier die Version von Ilse Scheer!