Gedenken in Lauchhammer

Gedenken in Lauchhammer

Thälmanns Todestag

Am 18. August fuhren wir, die Genossen aus Berlin, nach Lauchhammer. Dort wurden wir herzlich willkommen geheißen. Anlass des Treffens war der 82. Jahrestag der Ermordung Ernst Thälmanns, der 1944 von den Hitler-Faschisten im KZ Buchenwald erschossen wurde.

Korrespondenz aus Berlin
Thälmanns Todestag
Blumen vor dem Gedenkstein für Ernst Thälmann (rf-foto)

An der Gedenkstunde nahmen auch Genossen aus der DKP und der Linkspartei sowie Anwohner aus der Umgebung teil. Das Gedenken hat auch in Lauchhammer Tradition. Der Ort und die Gedenktafel werden von den Genossen dort selbst gepflegt und instand gehalten.

 

Zu Beginn hielt eine Genossin aus Lauchhammer die Eröffnungsrede, in der die Gemeinsamkeiten und die Einheitsfront gegen Krieg und Faschismus hervorgehoben wurden. Sie freute sich auch sehr darüber, dass sich der Gedenkkreis dieses Mal durch die Anwesenheit der MLPD erweitert hatte.

 

Nach der Eröffnungsrede folgte ein Beitrag der MLPD aus Berlin-Brandenburg. In dieser Rede wurde Ernst Thälmann als Sohn und Führer der Arbeiterklasse gewürdigt. Aber auch die Fehler, die von der KPD gemacht wurden, wurden genannt. Beeindruckend war, dass Ernst Thälmann Fehler selbstkritisch aufarbeitete, um daraus zu lernen. So wurden schließlich zu spät alle Hebel in Bewegung gesetzt, um die Einheitsfront aller Arbeiter aus KPD und SPD gegen Faschismus und Krieg zu schmieden.

 

Auch in den Kurzreden wurde die Einheitsfront immer wieder stark hervorgehoben – gerade heute, wo es darum geht, die faschistische Gefahr und die Weltkriegsgefahr zu bannen.

 

Vor Ort wurde außerdem ein Text aus dem Buch „Erinnerungen an meinen Vater“ von Irma Thälmann aus dem Jahr 1954 vorgelesen. Nümmes und andere Musiker sorgten für Kultur und trugen revolutionäre Lieder vor, bei denen auch mitgesungen werden konnte.

 

Aus aktuellem Anlass wurde Geld für den Wiederaufbau des Al-Awda-Krankenhauses gesammelt.

 

Am Ende wurden alle Teilnehmer zu einem gemütlichen Beisammensein eingeladen, um Erfahrungen auszutauschen und Schlussfolgerungen zu ziehen. Es wurde darüber diskutiert, was wir heute praktisch gemeinsam tun müssen, gerade angesichts der Landtagswahlen – sei es in Berlin oder auch in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern.

 

Die Diskussionen waren lebhaft. Eine Genossin berichtete über ihren Einsatz in Halle, wo Gespräche mit einfachen Menschen, Jung und Alt, geführt wurden. Alle Teilnehmer hatten das Bedürfnis, sich nach der Wahl wiederzutreffen, um diese gemeinsam auszuwerten.