Belgien / Deutschland
Hohes Venn: Feuer nach wie vor nicht unter Kontrolle, Teile von Monschau evakuiert
Der verheerende Waldbrand im belgischen Hohen Venn ist weiterhin nicht unter Kontrolle. Rund 3.000 Hektar Naturfläche sind inzwischen betroffen. Fast 500 Einsatzkräfte aus Belgien und mehreren Nachbarländern kämpfen gegen die Flammen. Auch leichter Regen am Montagmorgen brachte bislang keine Entwarnung.
Besonders schwierig sind die Löscharbeiten durch die Beschaffenheit des Hohen Venns. Das Feuer hat sich tief in die Torfschichten des Hochmoors gefressen und kann dort unterirdisch weiterglimmen. Immer wieder entstehen neue Brandherde. Dazu kommen trockene Heide- und Grasflächen, auf denen sich das Feuer schnell ausbreiten kann. Schwere Löschfahrzeuge können viele Bereiche des weichen Moorbodens kaum erreichen. Die Feuerwehr rechnet damit, dass einzelne Glutnester noch wochenlang aufflammen können.
Die Einsatzkräfte arbeiten seit Tagen praktisch ohne Unterbrechung. Viele Helfer sind inzwischen erschöpft. Internationale Löschflugzeuge und Hubschrauber unterstützen sie aus der Luft.
Inzwischen ist das Feuer bedrohlich nahe an Deutschland herangerückt. In der Nacht zum Montag standen Flammen zeitweise nur noch rund 300 Meter von ersten Häusern bei Monschau entfernt. Die Stadt ließ deshalb die Bereiche Ruitzhof und Geisberg in Kalterherberg evakuieren. Rund 30 Menschen mussten ihre Häuser verlassen.